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„Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ für Helge Schneider

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11:10 09.10.2021
Der „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ geht an Helge Schneider.
Der „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ geht an Helge Schneider. Quelle: Helge Schneider
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Kassel

Helge Schneider erhält 2022 den „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“ für sein literarisches und sprachkünstlerisches Werk. Das teilte Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) am Donnertag in Kassel mit. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel vergeben. Die Verleihung ist für den 12. Februar 2022 in Kassel geplant. Die Laudatio soll den Angaben zufolge die Schriftstellerin und Preisträgerin 2021, Felicitas Hoppe, halten.

Mit dem Preis würdigt der Stiftungsrat den 66-jährigen Künstler und Komiker aus Mülheim an der Ruhr „für seinen radikalen, anarchischen, grotesken, immer existenziellen Humor“. Mit seiner komischen Kunst vermittele Schneider ein Höchstmaß an Freiheit und spende in einer zunehmend verstörenden Welt auf einzigartige und beglückende Weise Trost.

„Faszinierende Leichtigkeit“

Schneider bewege sich mit faszinierender Leichtigkeit zwischen den Niederungen der Hochkultur und den Höhen der Subkultur, zwischen Trash und Artistik, Sinn und Unsinn, heißt es weiter. Er improvisiere mit Sprach- und Sprechweisen und pfeife auf sämtliche Gattungen, um sie auf seine eigene Art zu ihrer eigentlichen Blüte zu treiben – als Roman, Krimi, Reisebericht oder als Autobiografie.

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Der „Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor“, gestiftet von dem Schriftstellerpaar Christine Brückner und Otto Heinrich Kühner (beide 1921-1996), wird seit 1985 jährlich vergeben. Er zeichnet Autoren und Autorinnen aus, deren Werk auf hohem künstlerischen Niveau von Humor, Komik und Groteske geprägt ist. Der erste Preisträger war Loriot. Brückner und Kühner lebten 30 Jahre zusammen in Kassel und gründeten 1984 die Stiftung Brückner-Kühner.

Von epd