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Regional Kultur im Kreis: Jazz mit Stickan, Wunderlich und Steinmetz in Scheden
Nachrichten Kultur Regional Kultur im Kreis: Jazz mit Stickan, Wunderlich und Steinmetz in Scheden
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20:08 11.09.2013
Jazz-Andacht: Stickan, Wunderlich und Steinmetz (von links). Quelle: Heller
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Scheden

Im Rahmen von „Kultur im Kreis“ gastierte das Trio in St. Markus in Scheden. Die Veranstalter holten damit drei der interessantesten jüngeren deutschen Jazzmusiker in die Region.

Tiefe Spiritualität durchdringt viele der größten Momente der Jazzgeschichte. An diese Tradition knüpften die Musiker an. Im Mittelpunkt: Werke des Swing-Klassikers Duke Ellington und des Broadway-Komponisten George Gershwin. Die Musiker rückten deren Stücke in ein neues Licht: als meditative oder auch aufwühlende Klang-Gebete.

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Ellingtons berühmtes „Come Sunday“ interpretierte das Trio zärtlich und kontemplativ. Sein „Almighty God“ berührte durch eine ätherische Klangschönheit. Spannungsgeladen und groovend zelebrierten die Musiker den Titel „I Got It Bad“. 

Bei den anschließenden Gershwin-Kompositionen steigerte sich das Trio. Seinen Ohrwurm „I Love You Pergy“ spielten sie befreiend unprätentiös. Den Hit „Summertime“ führten die Improvisatoren von zarten Lyrismen zu aufschäumenden Klangwellen. Das „Lullaby“ wurde zur friedvollen Hymne.

Saxophonist Uwe Steinmetz wechselt zwischen schönen Melodien und hochenergetischen Improvisationen. Der in Göttingen geborene Daniel Stickan suchte aus den 22 Registern der Kuhlmann-Orgel sanfte Farben aus. Er begleitete mit einem belebenden, gelegentlich groovenden Puls.

Seine Harmonien und Improvisationen offenbarten eine oft mysteriöse Welt hinter den schönen Melodien. Simon Wunderlich gab der Musik Wärme, die er mit weichen Schlägeln den Holzplättchen des Marimbaphons entlockte. Die Zugabe: „Nun ruhen alle Wälder“.

Von Udo Hinz