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Regional Tragbare Objekte entstehen an der BBS 1
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00:24 01.09.2018
Verpackungen für verschiedene imaginäre Kunstobjekte entstehen beim Kunstprojekt. Quelle: Christina Hinzmann
Göttingen

Von der Berufsbildenden Schule 1 sind zwei Klassen an dem Kunst- und Integrationsprojekt beteiligt. Zum einen eine Klasse, deren Schüler sich momentan auf den Realschulabschluss vorbereiten und zum andren eine Klasse, in der Schüler mit Migrationshintergrund den Hauptschulabschluss erlangen wollen. Während des Projektes erarbeiten die Schüler Verpackungen für imaginäre künstlerische Projekte.

Verpackungen für imaginäre künstlerische Objekte. Quelle: Christina Hinzmann / GT

„Als Vorbereitung auf das Projekt haben wir gemeinsam die aktuelle Ausstellung des Kunstvereins ,Ekstase 123’ von Yutie Lee besucht“, erklärt Carola Gottschalk vom Kunstverein. Die Idee dazu sei auch vor dem Hintergrund des 50-jährigen Jubiläum des Kunstvereins entstanden. Denn sowohl die Ausstellungshistorie als auch die Kunst an sich hätten sich in den vergangenen 50 Jahren verändert. Dies sollte auch in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Tosterglope entstehen. Die dortigen Künstler waren laut Gottschalk aufgerufen, ein Konzept für den Workshop zu entwickeln. Die Künstler Johannes Kimstedt, Karin Haenlein und Murte Liebenberg waren auch nach Göttingen gekommen, um die Schüler bei der Gestaltung des Projektes zu unterstützen.

„Zu Beginn des Projektes haben wir den Schülern Bilder gezeigt, auf denen sie Formen erkennen sollten“, berichtet Gottschalk. Im Anschluss daran sollten die Teilnehmer sich darüber Gedanken machen, welche Form ihre Verpackung haben soll, und wie das Thema „Tragbar“ umgesetzt werden könne.

Gemeinsam arbeiten ohne große Worte

„Zu Beginn des Projektes haben wir den Schülern Bilder gezeigt, auf denen sie Formen erkennen sollten“, berichtet Gottschalk. Im Anschluss daran sollten die Teilnehmer sich darüber Gedanken machen, welche Form ihre Verpackung haben soll, und wie das Thema „Tragbar“ umgesetzt werden könne.

Kunstprojekt des Kunstvereins Göttingen Quelle: Christina Hinzmann / GT

Aus Sicht von Christian Westensee, Abteilungsleiter der Berufsfachschule, ist das Projekt auch eine gute Vorbereitung für den Beruf, weil die Schüler hierbei Verantwortung für das Gelingen des Projektes übernehmen müssten. „Außerdem müssen die Schüler beider Klassen gemeinsam an einem Thema arbeiten, was aber nicht zwingend Sprache erfordert“, sagt Westensee. Wichtig sei, dass die Schüler bei dem Projekt ein verbindendes Ergebnis erzielen würden, und dadurch auch Freundschaften außerhalb des Schulalltags entstehen könnten. Während des Projektes werde auf zweifache Art Fremdes überwunden. Einmal dadurch, dass die Schüler sich bei „Tragbar“ mit etwas Unbekannten auseinandersetzen und zudem dadurch, dass sie mit Schülern zusammenarbeiten, zu denen sie bislang oftmals weniger Kontakt hatten. Betreut wurde das Projekt von Seiten der Schule aus von Dorothee Körner.

„Sie müssen lernen vom Kleinen aufs Große umzudenken“

44 Schüler beteiligten sich an dem Kunstprojekt. Da aber nicht alle, an den Objekten arbeiten konnten, gab es parallel noch ein Radio- und ein Filmteam. Die Mitglieder des Radioteams waren außerdem auch für die Gestaltung der Einladung für die Abschlussveranstaltung am Freitag, 28. September, und die Organisation der Feier verantwortlich.

Bei der Kunstgruppe entstanden verschiedene Verpackungsmöglichkeiten, beispielsweise gestalte eine Kleingruppe einen Rucksack. Eine andere Gruppe verpackte ein auf einem Rollwagen befestigtes Objekt. „Die Materialien, die wir verwenden, sind recycelbar“, sagt Gottschalk. Bei dem Projekt sei es wichtig, dass die Schüler sich darüber Gedanken gemacht hätten, wie sie ihre Ideen auch umsetzen können. „Sie müssen lernen vom Kleinen aufs Große umzudenken“, sagt Gottschalk.

Einen ersten Eindruck davon, wie die einzelnen Objekte fortbewegt werden, können Interessierte am Donnerstag, 30. August, um 11.15 Uhr am Robert-Gernhardt-Platz erleben. Dort wird die Gruppe ihre Objekte zu Wasser lassen. Gefördert wird das Projekt vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und von der Klosterkammer Hannover.

Von Vera Wölk

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