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Regional Landesregierung: Theater und Orchester in Göttingen profitieren
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18:14 26.11.2019
Auch das Deutsches Theater in Göttingen soll von den Beschlüssen der Landesregierung profitieren. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Die Regierungsfraktionen haben ihre Schwerpunkte für den Landeshaushalt 2020 präsentiert. Das Gesamtvolumen betrage „rund 106 Millionen Euro“, teilt Thomas Ehbrecht, CDU-Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Duderstadt mit. Seine Fraktion habe „nach der Einigung mit der SPD beschlossen, den Ansatz für kommunale Theater um 206 000 Euro zu erhöhen. Allerdings weise ich darauf hin, dass diese Steigerung gegenüber dem Entwurf für 2020 erst sicher ist, wenn der Landtag am 19. Dezember 2019 zugestimmt hat. Dieses wird auch für Göttingen positive Auswirkungen haben.“

Die Göttinger SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta sagt zu den Beschlüssen: „Von diesen Entscheidungen wird auch die Kultur in Göttingen profitieren.“ Einer der wichtigsten Punkte sei „die Verstetigung der bereits letztes Jahr um drei Millionen Euro deutlich gesteigerten Mittel für die kommunalen Theater und das Göttinger Symphonie-Orchester. Diese Mittel sind nun fest im Landeshaushalt verankert.“

Zusätzliche Mittel stehen dem Göttinger Symphonie-Orchester „ungeschmälert“ zur Verfügung. Quelle: Schäfer

„Plus von 360 000 Euro“ für das Deutsche Theater Göttingen

Für das Deutsche Theater Göttingen gehe es nach dem bisher angewandten Verteilungsschlüssel „bei einem Plus von 360 000 Euro insgesamt um 3 063 000 Euro. Das GSO wird bei einer dauerhaften Aufstockung von 210 000 Euro nun eine Landesförderung von 1 727 000 Euro erhalten.“ Darüber hinaus würden zusätzliche Gelder „in Höhe von 206 000 Euro für den Tarifausgleich im Landeshaushalt bereitgestellt“ – damit werde „sichergestellt“, dass das Land seiner Verpflichtung zur Übernahme der tatsächlichen Tariferhöhung nachkomme, so Andretta.

Die Göttingerin betont in diesem Zusammenhang, dass „der Tarifausgleich ein wichtiger Erfolg ist, der sicherstellt, dass die zusätzlichen Mittel in Höhe von drei Millionen Euro den kommunalen Theatern und dem GSO ungeschmälert zur Verfügung stehen und nicht durch Tarifzahlungen wieder aufgezehrt werden“.

„Deutliche Erhöhungen der Ansätze“ in weiteren Bereichen der Kultur

Auch in weiteren Bereichen der Kultur seien „deutliche Erhöhungen der Ansätze erfolgt: So erhalte das Programm „Wir machen die Musik“ (ein sogenanntes Musikalisierungsprogramm für Kinder in Niedersachsen) 500 000 Euro mehr und die Theaterpädagogik 250 000 Euro zusätzlich. Für kleine Kultureinrichtungen würden zudem 2 500 000 Euro für ein Investitionsprogramm zur Verfügung gestellt. „Dieses schließt durch eine starke Regionalisierung und damit einem niedrigschwelligen Zugang zu den Fördermitteln eine wirkliche Lücke in der bisherigen Kulturförderung“, so Andretta.

„Ein attraktives Kulturangebot ist nicht nur ein wichtiger Faktor für eine lebenswerte Stadt. Unsere Kultureinrichtungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“, sagt die SPD-Abgeordnete. „Gerade in Zeiten, in denen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion und Ethnie angefeindet werden und Fremdenfeindlichkeit geschürt wird, brauchen wir die starke Stimme der Theater. Mit ihrer Arbeit leisten Kulturschaffende einen unverzichtbaren Beitrag für Demokratie und das soziale Miteinander.“

Von Stefan Kirchhoff

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