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Regional Lilliy Stehlings Schau zu Migration
Nachrichten Kultur Regional Lilliy Stehlings Schau zu Migration
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12:00 28.05.2019
Blick in die Ausstellung. Quelle: R
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Göttingen

Die Werke, die Stehling zeigt, sind in den vergangenen fünf Jahren entstanden. Zu sehen ist neben Gemälden und Skulpturen auch ein Lichtraum-Objekt, das die Künstlerin erst vor Kurzem entwickelt hat. Zudem umfasst die Schau eine raumgreifende Videoinstallation, in der die Besucher in eine andere Perspektive hineingezogen werden.

Die Ausstellung thematisiert Mensch und Natur, Bewegung und Strukturen. Insbesondere die Beziehung der Menschen in gesellschaftlicher Hinsicht behandelt sie intensiv. Ausgangspunkt ist das Thema Migration und Flucht, das mit den verschiedenen künstlerischen Medien beleuchtet wird. In der Bildenden Kunst würden Erfahrungen und Erlebnisse unmittelbar übertragen, meinen die Organisatoren. Wie elementar Flucht und Verlust der Geborgenheit und Sicherheit auf Menschen lastet, werde in den Arbeiten der Künstlerin als emotionale Übertragung erfahrbar. Diese aktuelle gesellschaftspolitische Ebene konfrontiere das Publikum mit dem Hier und Jetzt und fordere es zu einer Auseinandersetzung mit der Kunst und der gesellschaftlichen Wirklichkeit heraus.

Eingreifen des Menschen in die Landschaft

Stehling, 1961 in Heringhausen geboren, hat Geowissenschaften und auch Kunstethnologie studiert, bevor sie sich dann in freiem Studium mit Malerei, Skulptur, Installation, Aktzeichnen und Fotografie beschäftigte. In ihrer westfälischen Heimat befindet sich ein Steinbruch, in dem Diabas abgebaut wird, erläuterte Manfred Koller zu Eröffnung. Das Eingreifen des Menschen in die Landschaft habe diese verändert. Dies habe die Künstlerin zur Auseinandersetzung mit dem Thema Mensch und Natur geführt.

Die Skulpturen korrespondieren laut Koller in verschiedener Hinsicht mit den Bildern: Der behauene Stein wirke lebendig und weich. Seine Maserung werde organisch zur Form in Beziehung gesetzt. Die Farbgebung der Skulpturen korrespondiere mit der der Bilder. Menschenknäuel, die sich stützten, sich auf einander zu oder voneinander wegbewegten, seien zu erkennen. Sie werden zu einem Komplex aus Körperlichkeit.

Führung durch die Ausstellung

Die Ausstellung im Künstlerhaus Göttingen, Gotmarstraße 1, ist dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Eine Führung durch die Schau bieten die Organisatoren an. Am Mittwoch, 5. Juni, um 17 Uhr erläutert Klara Wagner die Werke, auf Wunsch auch in englischer Sprache. Die Künstlerin wird anwesend sein.

Von Peter Krüger-Lenz

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