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Regional Kambrium neu bei Full Metal Mensa in Göttingen
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20:14 23.07.2019
Die Band Kambrium aus Helmstedt spielt anstelle der französischen Melodic Deathmetaller Aephanemer bei der Full Metal Mensa 2019 in Göttingen. Quelle: Foto:
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Göttingen

Die Full Metal Mensa hat im sechsten Jahr einen festen Platz im Kalender der Fans von Musik der härteren Gangart. „Im vergangenen Jahr waren wir zum ersten Mal ausverkauft“, erzählt Horst Reinert, Leiter des Kulturbüros. Gemeinsam mit dem Rockbüro Göttingen organisiert das Team das Heavy-Metal-Event.

Das sind die Bands 2019:

Sechs Bands spielen beim Festival Full Metal Mensa 2019 in Göttingen. Drei davon stammen aus der Region.

Aephanemer erst 2020 dabei

Eigentlich war das Line-up für 2019 längst komplett, doch dann fragte die Melodic-Deathmetal-Band Aephanemer an, ob es möglich sei, aus dem Vertrag auszutreten, so Reinert. Die Band habe ein Angebot für eine Tournee mit einer großen Band in Kanada. Die Organisatoren taten den Franzosen den Gefallen. „Wir wollen Ihnen ja nicht die Zukunft verbauen“, erklärt der Leiter. Und die entwickele sich gerade positiv. Die Band habe mit Napalm Records auch eine Plattenfirma gefunden. Doch man habe den Vertrag nicht aufgelöst, sondern lediglich das Datum für den Auftritt in Göttingen geändert. Somit stehen Aephanemer bereits als erste Band für die Full Metal Mensa 2020 fest.

Würdiger Ersatz

„Wir haben rumgeschaut, wen wir als Ersatz für Aephanemer nehmen können“, sagt Reinert. Es sollte auch wieder eine Band aus dieser Stilrichtung sein. Vier Bands habe es im Bandpool gegeben. „Mit Kambrium ging es dann recht flott.“ Die Helmstedter seien mit ihrem mit Elementen aus dem Powermetal gemischten Melodic Deathmetal ein würdiger Ersatz für die Franzosen.

Kambrium mit „Ghost Shaman“:

Jubiläumsauftritt

Ein besonderer Auftritt wird es für die Band Burden of Grief aus Kassel. Sie feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bandbestehen. „Eigentlich wollten sie zum Jubiläum eine Sause mit der deutschen Thrashmetalband Tankard machen“, erzählt Reinert. Doch das Konzert musste auf den 29. Mai 2020 verlegt werden. Nutznießer der Terminverschiebung sind nun die Besucher der Full Metal Mensa.

Burden of Grief mit „Broken“:

Regionale Band

Die Organisatoren haben sich auferlegt, dass drei der sechs auftretenden Bands aus der Region kommen sollen. Dazu zählen 2019 auch die Architects of Aeon aus Göttingen. „Sie sind ein bisschen düsterer“, sagt Reinert. Erst vor drei Jahren gegründet, haben sie als Trio im Frühjahr ihr erstes Album „Koloss“ veröffentlicht.

Architects of Aeon mit „Abyssos“:

Zweiter Mensastart

Die einzige Band, die bereits ihren zweiten Auftritt in der Mensa haben wird, sind die Göttinger von Stoned God. „Sie sollten eigentlich schon im vergangenen Jahr auftreten, hatten sich aber aufgelöst.“ Jetzt hätten sich die Verbliebenen Verstärkung gesucht und seien mit neuem Material am Start.

Empfehlung

„One more Word sind uns empfohlen worden“, erzählt Reinert, wie das Team auf die Hamburger aufmerksam wurde. „Sie klingen ein wenig wie Stone Sour. Wir haben es also in diesem Jahr abwechslungsreicher gestaltet.“ Trotzdem sei es kein Experiment, One more Word zu verpflichten. „Wir sind uns sicher, dass es funktioniert.“

One more Word mit „Alienated“:

Grave Digger als Headliner

Headliner des Festivals ist die Band Grave Digger. „Wir freuen uns darauf“, sagt Reinert. Die Musiker um Urgestein und Sänger Chris Boltendahl starteten bereits in den 1980er-Jahren. „Es ist Heavy Metal der älteren Gangart.“ Nach Napalm Death 2018 konnten die Organisatoren wieder eine namhafte Band nach Göttingen holen. „Noch größere Namen gehen einfach nicht“, sagt Reinert und verweist auf den begrenzten Platz und das Budget.

Grave Digger mit „Heavy Metal Breakdown“:

Vorverkauf

Die sechste Full Metal Mensa öffnet am Sonnabend, 16. November, um 18 Uhr. Der Vorverkauf läuft. Karten gibt es unter anderem in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Duderstadt und Göttingen sowie auf gt-tickets.de

Neuer Look für Festivalshirts

Die Organisatoren der Full Metal Mensa haben in den vergangenen Jahren immer auch T-Shirts zum Festival angeboten. In diesem Jahr präsentieren diese sich mit einem neuen Look. „Wir haben uns dafür entschieden, die T-Shirts nicht mehr nur mit dem Schriftzug zu gestalten“, erklärt Horst Reinert, Leiter des Kulturbüros des Studentenwerks Göttingen. Erstmals werde es ein Motiv geben. Das sei besonders für die Leute interessant, welche die Shirts sammeln. „In den vergangenen Jahren hat sich auf der Vorderseite nur die Farbe geändert.“ So sei die Idee entstanden, es einmal mit einem Motiv zu probieren. Auf der Facebookseite der Full Metal Mensa lächelt das Skelett mit Kochmütze sowie -messer und -beil schon aus dem Profilbild. Momentan seien die Organisatoren nach Angaben von Reinert damit beschäftigt, die Werbebanner, -plakate und -aufkleber zu produzieren.

Von Rüdiger Franke

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