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Regional Luftschlösser und Träume, die wahr werden
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19:18 28.09.2009
Unersättlich in ihren Wünschen: Ilsebill (Imme Beccard).
Unersättlich in ihren Wünschen: Ilsebill (Imme Beccard). Quelle: Simon
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In fünf kleinen, liebevoll und detailreich gestalteten Sequenzen erzählen Dramaturgin Nicola Bongard und die Schauspieler Jan Exner (der Fischer) sowie Imme Beccard (Ilsebill) die wichtigen Abschnitte des Märchens. Der etwas drömelige Fischer erkennt die Außergewöhnlichkeit seiner Rettung des sprechenden Butts gar nicht. Erst Ilsebill bringt sie ihm nahe, und in ihrer resoluten Art auch gleich den Wunsch nach einer Belohnung.
Nicht dass das gewünschte schöne Haus mit Garten und Tieren reichen würde: Ilsebill will mehr. Schloss, König sein und zum Schluss Gott sein, alles soll ihr Mann erbitten. Der findet Ilsebills Wünsche reichlich anmaßend, wagt aber nicht, ihr ernsthaft zu widersprechen.
Beide Schauspieler überzeugen in diesem kleinen Kammerspiel mit Vielseitigkeit, Humor und hübschen kleinen Nebengeschichten wie einer verschmusten Phantasiekatze im Arm des Fischers. Der „Usedomer Fisch Funk“ kommentiert das mit jedem Wunsch wilder tobende Wetter auf See stilecht op Platt. Und die Requisite macht mit ihren Mitteln klar, dass es sich bei Ilsebills Wünschen um reine Luftschlösser handelt. Haus, Schloss und Königskrone schweben von oben in die Szenerie hinein.

Versöhnlicher Ausblick

Anders als im Märchen endet diese Folge immer höher fliegender Wünsche aber nicht im Desaster („Se sitt all weder in’n Pissputt“), sondern in einem versöhnlichen Ausblick. Die kleine Lebensweisheit als Fazit lautet: Auch ohne großen Besitz und Macht kann man glücklich sein, wenn man sein Leben anpackt, gemeinsam etwas unternimmt und Aufgaben teilt. Und so werden dann Träume wirklich wahr, ohne gleich wie eine Seifenblase zu zerplatzen. Auch der vom Fischer und seiner Frau.
Nächste Termine: 11. und 19. Oktober um 16 Uhr, 20. Oktober um 11 Uhr im DT-Studio. Karten an der DT-Kasse, Telefon 05   51  /  49   69   11.

Von Isabel Trzeciok

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