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Regional Nele Quaas ist glücklich mit ihrer Musik
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14:49 15.05.2019
Nele Quaas tritt am Freitag mit zwei weiteren Künstlerinnen in Göttingen auf. Quelle: r
Göttingen

„Lieber glücklich mit Musik, als unglücklich mit Mathematik“. Und glücklich mit ihrer Musik ist die gebürtige Göttingerin Nele Quaas geworden, die am Freitag, 17. Mai, im Holbornschen in der Roten Straße 34, auftritt.

Musik und Mathematik auf Lehramt studierte Quaas, arbeitete als Lehrerin in Hannover und Bonn. Passen die beiden Fächer, abgesehen davon, dass sie beide mit „M“ beginnen, überhaupt zusammen? „Da gibt es die gegensätzlichsten Meinungen“, erläutert die Künstlerin. Für sie hat Mathematik etwas sehr Strukturelles, Musik aber auch. Der Grund, warum sie sich letztlich dazu entschied, ihrem bisherigen Leben eine ganz andere Wendung zu geben, hatte allerdings einen völlig anderen Grund. „Der Hauptgrund war, dass ich das Schulsystem als extrem frustrierend empfand.“

Alles aufgegeben

Sie gab alles auf, ihre Anstellung, ihren Beamtenstatus. Und nahm einen Wohnortwechsel vor, zog nach Hamburg. „Die Entscheidung, nach Bonn zu gehen, habe ich ja freiwillig getroffen. Danach fühlte ich ganz einfach, dass ich ganz neu anfangen möchte“, erzählt die 39-Jährige, die sich von der norddeutschen Mentalität sehr angesprochen fühlt. Ab 2013 widmete sie sich nur noch der Musik und ihrer Verbreitung, gibt Gesangs- und Klavierunterricht. „Die pädagogische Arbeit ist mir sehr wichtig und macht einen großen Teil meines Berufsalltags aus“, erzählt Quaas, die in ihrem Elternhaus eine sehr musikalisch geprägte Kindheit verbrachte. Ihre Mutter ist selbst als Chorleiterin tätig, hat ihre Tochter schon das ein ums andere Mal zu Workshops eingeladen, um stimmbildnerische Maßnahmen vorzunehmen.

Märchen- und Chansonabend

Geschichten von Menschen,die untreu sind, die lügen, die leiden und genussvoll morden – aber auch lieben, leben, lachen und genießen. Dies alles bietet der Märchen- und Chansonabend im Holbornschen Haus (Rote Straße 34) am Freitag, 17. Mai um 20 Uhr unter dem Titel „Aber schön war es doch“. Hanna Margarete Schilling ist die Märchen- und Geschichtenerzählerin, Mareike Janus spielt Klavier und die gebürtige Göttingerin Nele Quaas singt. Geboten werden Märchen für Erwachsene und Chansons von Zarah Leander bis Britney Spears. Der Eintritt beträgt 10 Euro. Karten unter nquaas@gmx.de oder an der Abendkasse.

Quaas singt regelmäßig als Alt-Solistin in Oratorien- und Kantatenkonzerten. Ein Faible hat sie für ihre Auftritte als Kabarettsängerin. Die Musik der 20-er Jahre gefällt ihr dabei besonders. Mit älteren Semestern kennt sie sich ebenfalls gut aus, denn seit einiger Zeit leitet sie einen Senioren-Chor. „Wir proben immer vormittags, und es macht sehr viel Spaß“, erzählt sie.

Weiterbildung immer ein Thema

Weiterbildung ist für die engagierte Künstlerin ohnehin immer ein Thema. Im Juni dieses Jahres schließt sie in Kopenhagen eine dreijährige Ausbildung zur autorisierten Complete Vocal Technique-Lehrerin am Complete Vocal Institut ab. „Eigentlich komme ich ja aus dem klassischen Gesang, aber beim CVT geht es viel in Richtung Pop und Gesangstechnik“, erklärt die gebürtige Göttingerin, die sich sehr auf diesen Abschluss freut, denn in Kopenhagen wird es ein großes Abschlusskonzert geben. Alle 40 Absolventen, die überwiegend aus Europa kommen, werden mit einem Song auftreten.

Doch bis es soweit ist, wartet am Freitag noch der Auftritt in Göttingen im Holbornschen Haus. „Ich kenne die Örtlichkeiten nicht, habe aber gehört, dass es sehr schön sein soll“, sagt Quaas, die die Instrumente Klavier, Geige, Saxofon und Gitarre beherrscht. In ihrer Freizeit – wie könnte es anders sein – singt sie privat in einem Chor. Und tanzt gern und regelmäßig. Dem Lindy Hop, einem Tanzstil aus den 1930er Jahren in den USA, der als Vorläufer der Tänze Jive, Boogie-Woogie und des akrobatischen Rock’n Roll gilt, hat sie sich verschrieben.

Von Vicki Schwarze

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