Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional „Marc, Macke und Delaunay“ sorgen für Rekorde
Nachrichten Kultur Regional „Marc, Macke und Delaunay“ sorgen für Rekorde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:18 22.07.2009
Franz Marc: „Fuchs (Blauschwarzer Fuchs)“ von 1911.
Franz Marc: „Fuchs (Blauschwarzer Fuchs)“ von 1911. Quelle: Von-der-Heydt-Museum Wuppertal
Anzeige

Es ist die aufwendigste Ausstellung, die je im Sprengel-Museum in Hannover gezeigt wurde. Leihgaben der großen Vorkriegskünstler Franz Marc, August Macke und Robert Delaunay kamen unter anderem aus dem Museum of Modern Art in New York, dem Pariser Centre Pompidou und dem Guggenheim. Rund hochkarätige 180 Werke der drei Maler sind in dem Haus am Maschsee in einer Ausstellung vereint, davon 130 Gemälde.

Ermöglicht hat dies alles eine Schenkung: Vor mehr als 40 Jahren überließ der Schokoladenindustrielle Bernhard Sprengel seiner Heimatstadt Hannover seine Sammlung. 1200 Gemälde, Skulpturen und Grafiken von Künstlern wie Pablo Picasso, Fernand Léger, Emil Nolde und Paul Klee hatte er zusammengetragen, darunter auch Arbeiten von Marc, Macke und Delaunay, die jetzt den Grundstock der aktuellen Ausstellung bilden. Die Schenkung wurde damals überregional besprochen, die Stadt für den Schatz beglückwünscht. Heute ermöglicht der künstlerische Reichtum des Museumsbestandes dessen Leiter Ulrich Krempel, Werke aus anderen renommierten Häusern weltweit für Ausstellungen zu leihen.

100000 Besucher hatte Krempel als Ziel für die Ausstellung angestrebt. Diese Grenze erreichte die Schau bereits 28. Mai, Krempel stockte sein Ziel auf: Auf 200000 Besucher hoffte er anschließend. Krempel freute sich vor allem darüber, dass „das junge, normalerweise schwer für die Kunst zu gewinnende Publikum“ in die Ausstellung finde.

Kuratorin verlässt Hannover

Wegen des großen Interesses wurde die Laufzeit der Schau Mitte Juni verlängert. Statt bis zum 19. Juli bleibt sie nun bis zum 9. August geöffnet. Am 24. Juni wurde die 150000er Marke geknackt, am 15. Juli konnte Krempel dann den 200000. Besucher begrüßen – dreieinhalb Wochen vor Ende der glanzvollen Ausstellung. Jetzt träumt der Museumschef von 230000 Gästen. Die Kuratorin der Schau, Susanne Meyer-Büser, verlässt das Sprengel-Museum übrigens. Am 31. August läuft ihr Vertrag aus, dann will sie mit ihren Zwillingen ins Rheinland wechseln, wo ihr Ehemann bereits arbeitet. Sie selbst will sich dort ebenfalls nach Arbeit umsehen. Ihre Arbeit in Hannover sollte eine gute Bewerbung sein.

Von Peter Krüger-Lenz

Regional Tanztheater: „Bilder einer Ausstellung“Klassisch und spannend - Tanztheater „Bilder einer Ausstellung“ im Thetater im OP in Göttingen
Peter Krüger-Lenz 11.07.2014
21.07.2009
20.07.2009