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Regional Melancholische Lieder im ausverkauften Apex
Nachrichten Kultur Regional Melancholische Lieder im ausverkauften Apex
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20:18 14.03.2012
Vom Adler zum Spatzen: Kristofer Aström im Apex.
Vom Adler zum Spatzen: Kristofer Aström im Apex. Quelle: Pförtner
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Göttingen

„From Eagle to Sparrow“  (vom Adler zum Spatzen) heißt sein eben erschienenes neuntes Studioalbum, das der Frontmann der Rockband Fireside bei der Show präsentierte. Begleitet wurde der 37-Jährige von Fredrik Normark (Schlagzeug), Fredrik Moberg (Bass), Per Flamman Westling (Gitarre) und Jonas Kernell (Keyboard).

Heiß ist es auf der kleinen Apex-Bühne und eng. Ein riesiger Wohnzimmerteppich und ein goldgerahmtes Bild von einer Elchkuh sorgen für ein wenig Kulisse. Dazu sechs Gitarren zwei Bässe, Schlagzeug und Keyboard. Gut, dass die Musiker so schlank sind, kleine Füße haben und keine Anstalten zu großen Bewegungen machen - sie hätten ohnehin keinen Platz, sich zu bewegen.

Musik im Vordergrund

Bühnenshow ist nicht ihr Ding. Und trotzdem rinnt der Schweiß. „Es ist heiß, oder bin ich das?“, sagt Anström und trocknet sich erst mal mit einem Handtuch ab. Die Musik steht ganz eindeutig im Vordergrund nicht ihre Macher. Und diese Musik steht für sich, minimalistisch, energiegeladen, einprägsam. Mit akkustischer Gitarre, Mundharmonika, Stücken fürs Herz setzt Aström Akzente, zum Beispiel bei „Queen of Sorrow“. Anström hat aber auch härtere, druckvollere Stücke im Programm, die grundsoliden Indie-Rock bieten.

Den Abend eröffnet hat übrigens auch ein Schwede. Mattias Hellberg erinnert mit seinen ebenfalls melancholischen Stücken mal ein bisschen an Neil Young, dann an die Doors, Pink Floyd und Bob Dylan. Begleitet wird der 38-Jährige von Aströms Keyboarder Jonas Kernell. Die beiden bieten gute, solide und unterhaltsame Musik. Sie hätten damit auch einen ganzen Abend bestreiten können. Hellberg bekam genau wie Aström und seine Band großen  Applaus.

Von Eida Koheil