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Regional Nabucco: Gefangenen-Chor singt auf dem Schloßplatz Hann. Münden
Nachrichten Kultur Regional Nabucco: Gefangenen-Chor singt auf dem Schloßplatz Hann. Münden
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08:55 27.01.2019
Der Gefangenen-Chor: Künstler der Prager Festspiel-Oper sind mit der Verdi-Oper Nabucco im Sommer in Hann. Münden zu Gast. Quelle: R
Hann. Münden

Das Klassik-Open-Air-Highlight am Sonnabend, 3. August, beginnt um 20 Uhr. „Giuseppe Verdis Nabucco ist eine der größten Opern der Musikgeschichte und zugleich ein wunderbares Open-Air-Spektakel. Der Besucher wird durch die wunderschönen Stimmen, die Handlung, die prächtigen Kostüme und das eindrucksvolle Bühnenbild in den Bann gezogen“, teilt Sonja Brandes von der Veranstaltungsagentur Paulis mit. Die Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht habe bisher Hunderttausende von Zuschauern begeistert teilte.

Stimmgewaltiger Chor der Gefangenen

„Man muss Nabucco mit dem weltberühmten Gefangenenchor wenigstens einmal unter freiem Himmel und in einer grandiosen Inszenierung erlebt haben“, so Brandes. Der stimmgewaltige Chor der Gefangenen werde mit einem Aufgebot „klangstark und facettenreich singender Solisten“ in Hann. Münden auftreten. Open Air-Produktionen bedeuteten für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung.

Zwei Millionen Zuschauer bei Open-Air-Aufführungen

„Hier gilt es Aufführung und Ambiente der Spielstätte zu einem unvergesslichen Opernspektakel zu vereinen“, betont Brandes. Sänger, Orchester, Regie und Technik müssten sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. „Dies ist der Oper bei den bisherigen Sommer-Open-Air-Aufführungen mit über zwei Millionen Zuschauern hervorragend gelungen.“

Libretto des Italieners Temistocle Solera bildet die Basis der Oper

Basis der Oper, die 1842 in der Mailänder Scala uraufgeführt wurde, ist das Libretto des Italieners Temistocle Solera (1816–1878), so Brandes. Die Handlung sei inspiriert aus Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco (Nebukadnezar II), König Babylons von 605 bis 562 vor Christus. Mit seiner Herrschaft sind Bauten wie das Ischtartor, die Hängenden Gärten und der babylonische Turmbau verbunden. Hintergrund der Opernhandlung sei die Eroberung Jerusalems 587 vor Christus „und die Wegführung des jüdischen Volkes in babylonische Gefangenschaft 586 vor Christus“.

Nabucco: Beginn der ,Galeerenjahre’ Verdis

Nabucco markiert den Beginn der ,Galeerenjahre’ Giuseppe Verdis, in denen er sich von immer neuen Verträgen zum Schreiben von nicht immer erfolgreichen Opern treiben ließ“, so Brandes. Der Begriff gehe auf einen Brief Verdis von 1858 zurück: „Seit Nabucco habe ich sozusagen keine ruhige Stunde mehr gehabt. Sechzehn Jahre Galeerenarbeit“, habe der Komponist geschrieben – also von 1842 bis 1858. Zugleich sei Nabucco der „erste, ganz große Erfolg Verdis auf der Opernbühne“ gewesen.

Verdi starb 1901 an den Folgen eines Schlaganfalls. „Über 300 000 Menschen aus ganz Europa nahmen an seiner Beerdigung teil“, so Sonja Brandes. „Arturo Toscanini dirigierte als letzten Gruß einen Chor von 900 Sängern mit dem berühmten Chor aus Nabucco: Va, pensiero, sull’ ali dorate.“

Tickets sind unter anderem in den Geschäftsstellen des Göttinger (Weender Straße 44) und Eichsfelder Tageblatts, Marktstraße 9 in Duderstadt, erhältlich.

Von Stefan Kirchhoff

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