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Regional Nachsitzen mit Martin Rütter in der Göttinger Lokhalle
Nachrichten Kultur Regional Nachsitzen mit Martin Rütter in der Göttinger Lokhalle
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23:05 30.01.2015
Domestiziert sein Publikum: Martin Rütter mit Hundeskelett in der Lokhalle. Quelle: Pförtner
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Göttingen

„Die Kern­kompe­tenz Deutsch­lands“, wie Rütter sich scherzhaft selbst bezeichnet, geht mit seinen Gästen das ABC der Hundehaltung durch. Es reicht von A wie Ausdauer über P wie Platz bis Z wie Zutaten im Hundefutter.

Ganz wie ein Schulmeister stellt er Fragen an den (Klassen-)Saal: „Wie alt war dein Hund, als er sich so schön in Scheiße gewälzt hatte“ oder doziert: „H wie Herrchen, ist der Typ, der davon träumt, von F wie Frauchen jemals soviel Auf­merk­sam­keit zu bekommen wie der Hund.“ Zudem streut er immer wieder Merksätze à la „Im Rudel gibt es Strukturen, keine Diktaturen“ ein. Das Publikum applaudiert ob solcher Weisheit.

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Rütters Lehrbeispiele haben immer einen Bezug zu Menschen, denn „ich bin davon überzeugt, dass die Strukturen zwischen Hunden die gleichen sind wie bei den Menschen.“ Wobei er seine „Schüler“ vor allzu übermäßiger Ver­mensch­li­chung warnt: „Der Hund sollte im Kern auch als Hund be­han­delt werden.“

Die artgerechte Haltung des Tieres ist ihm ein Anliegen: „Wir als Hundehalter müssen auch darauf achten, was der Hund macht!“ Mit Applaus stimmt ihm das Publikum zu. Lehr­meister Rütter betont, dass  richtige Ernährung sehr wichtig sei. Bei der Lektion Z wie Zutaten im Hundefutter erklärt er die Absurdität einiger Zutaten in Bio-Hundefutter, denn „der Mais gehört nicht zur Kategorie des Fluchtgemüses.“

Die zweite Hälfte der Show ist den Fragen des Publikums gewidmet, und Rütter kann die Breite seines Fach­wissens de­mon­strie­ren. Hier zeigt sich, dass die Show nicht nur Comedy ist, sondern auch  die Kompo­nen­te des Tier­trai­ners hat. Rütter stellt Rück­fragen und vertieft auf unter­halt­same Weise einige Problem­fälle der Gäste.

Am Ende des Abends müssen mal die Herren und mal die Damen klatschen: Der Hunde­trainer hat erfolg­reich sein Publi­kum do­mes­ti­ziert. Und nicht die Haus­aufgabe Rütters vergessen: „Spielt mit eurem Hund!“ bl