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Regional Neocoma und Alphamay im Live-Club Exil
Nachrichten Kultur Regional Neocoma und Alphamay im Live-Club Exil
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00:27 26.03.2018
Neocoma: Thomas Borchert bestreitet das Konzert im Exil ohne seinen Partner Ralf Uhrlandt, der eine schwere Bronchitis auskuriert. Quelle: Mischke
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Göttingen

Zwei ausgezeichnete Vertreter des Genres bespielten die Bühne des Live-Clubs an der Weender Landstraße. Allerfeinster Elektropop in Göttingen, und kaum jemand will ihn hören, bis auf rund 25 Fans der Musikrichtung, die dann auch sichtlich ihr Vergnügen haben.

Es ist ein Abend, der von Ausfällen geprägt ist, nicht nur beim Publikum. Cabaret Bizarre aus Hamburg, die ursprünglich den Konzertabend eröffnen sollten, fallen grippebedingt komplett aus und Thomas Borchert von Neocoma muss auf seinen Partner Ralf Uhrlandt verzichten, den eine heftige Bronchitis plagt.

Neocoma mit „Mirror in your Eyes“ aus dem Jahr 2015

Der Göttinger trägt den Ausfall seines musikalischen Kompagnons, mit dem er seit 2014 wieder zusammen arbeitet, mit Fassung und bestreitet den Abend alleine. Die Backing-Vocals, die Uhrlandt üblicherweise beisteuert, hat Borchert digital mitgebracht, so dass dem Konzertablauf nichts im Wege steht.

Borchert spielt und singt Tracks seiner aktuellen EP PHI und neues, unveröffentlichtes Material, dass Ende Mai auf einem weiteren Tonträger erscheinen soll. Er freue sich, wieder in der Heimat zu sein ruft er den Besuchern zu und startet mit „Shut up“ durch. So melodiös wie der Track klingt, so pessimistisch ist der Text. Zeilen wie „Banking fees kill all you take home, you lost your house while you still pay the loan. Tomorrow is all the future you see machen nicht zwingend Mut.

Musikalisch klingt Neocoma nach den achtziger Jahren, nur chilliger und vor allem tanzbarer. Einige wenige Besucher bewegen sich dann schlussendlich doch vor der Bühne. Borchert singt mit viel Hall in der Stimme, manchmal etwas zu viel für den fast leeren Live-Club. Seine sphärischen Klänge werden von einer stimmigen Lichtshow untermalt, die auch die bunten Strahlen tanzen lässt. Nach einer knappen Stunde geht Neocomas Auftritt mit „Close your eyes“ zu Ende. Borchert singt getragen zu dem pulsierenden, mit einem metallischen Klangteppich unterlegten Stück. Druckvoll changiert der Track mit fetten Beats im Takt des Lichts und würde sicher auch in einer großen Halle die Fans begeistern.

Alphamay zum Auftakt

Den Abend eröffneten Alphamay, ein deutsches Elektropop-Duo aus Osnabrück. Chris Frickenschmidt an den Reglern und Henning Hammoor am Mikrofon verschmelzen moderne Synthesizer-Klänge mit einer guten Portion Achtziger-Jahre-Sounds zu einem eigenen Stil. Hammoor singt die Tracks mit sonorer, warmer Stimme nahezu im Dunkeln und macht keinen Hehl aus seiner Attitüde zum ehemaligen INXS-Frontmann Michael Hutchence. Alphamays Zugabe ist eine harte Cover-Version von Yazoos „Don’t go“ aus dem Jahr 1982.

Die Auszeichnung der deutschen Popstiftung in der Kategorie „Beste Elektro Pop Band“ im Rahmen des Deutschen Rock und Pop Preises 2016 haben Alphamay völlig zu Recht erhalten. Pech für alle, die dieses Doppelkonzert verpasst haben.

Von Christoph Mischke

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