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Regional Neue Akzente für Händel-Fest in Halle
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19:33 31.07.2009
Clemens Birnbaum
Clemens Birnbaum Quelle: Bienert
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Zu den Festspielen, die seit 1952 jährlich tausende Gäste anlocken, sagte er: „Man muss das Rad nicht neu erfinden. Aber es werden neue Akzente kommen. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass gewisse Künstler noch nicht da waren.“ Er denke etwa an Andreas Scholl oder die Echo-Klassik-Preis-Gewinner Il Giardino Armonico und überlege auch, wie die italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli stärker mit eingebunden werden könne. Sie ist seit dem 14. April 2009 Ehrenmitglied des Fachbeirates der Stiftung Händel-Haus.

2010 werde es bei den Festspielen nicht mehr ein so umfangreiches Konzertprogramm geben wie im noch laufenden Jubiläumsjahr. „Mir geht es darum, dass die Qualität erhalten bleibt.“ Auch das Profil im Vergleich zu den Händel-Festivals in Göttingen und Karlsruhe soll geschärft werden; denn in Halle werde das musikalische Erbe des Komponisten besonders gepflegt – mit der Halleschen Händel-Ausgabe, die im Geburtshaus des Musikers entsteht. „Das ist ein Pfund, mit dem man wuchern kann“, sagte der neue Händel-Festspiel-Leiter.

Birnbaums Vorgängerin Hanna John hatte die Leitung der Händel-Festspiele in Halle nach der Wende übernommen. Jetzt geht die Musikwissenschaftlerin, die sich in ihrer Diplomarbeit und der Dissertation mit Barock-Musik beschäftigt hatte, in den Ruhestand. Philipp Adlung, Birnbaums Vorgänger im Händel-Haus, ist als Direktor zum Beethoven-Haus nach Bonn gewechselt.

Halle und Europa

Zum 250. Todestag des Komponisten hat das Händel-Haus seine Dauerausstellung neu konzipiert. Seit April läuft dort die Schau „Händel – der Europäer.“ In 14 Räumen, verteilt über zwei Etagen, wird das Leben des 1685 in Halle geborenen Barock-Komponisten auf 550 Quadratmetern beleuchtet. Rund 160 Exponate, darunter Originalgemälde, Stiche und Musikinstrumente, sind dort versammelt. Die Schau gliedert sich in zwei Bereiche. Im ersten Teil stehen Händels Jahre in Halle von 1685 bis 1703 im Mittelpunkt, Teil zwei befasst sich mit seinem Wirken in Europa von 1703 bis 1759. dpa/pek

Die Ausstellung im Händel-Haus, Große Nikolaistraße 5 in Halle, ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

pek/dpa

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