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19:51 18.09.2014
Von Angela Brünjes
Im neuen Rangfoyer: DT-Infendant Erich Sidler (links) erklärt seine Idee von einem Theater der Begegnung. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

„Wir sind noch mittendrin in den Umbauarbeiten“, berichtet Sidler. Mitgliedern aus Aufsichtsrat und Förderverein stellt er die Veränderungen vor. Wer will, kann dabei im Vorraum schon Platz nehmen. Wo einst die Garderoben waren, sind jetzt in dunkelgrau gehaltene Sitzecken.

Den Übergang vom Foyer in den Theatersaal markiert neuerdings die nun dunkelgrau gestrichene Wand zum Saal. Die Bogenarchitektur des Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Theaters hebt sich weiß ab. Es war die Idee, so Sidler, „mit Farben den Raum spannender zu machen“.

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Sidler übernimmt mit dieser Spielzeit die DT-Intendanz. Das Theater sieht er als Ort, der Funktion und Repräsentation verbindet. Im Glasanbau „mit dem Grün der achtziger Jahre“ ändert sich vorerst nichts. Im Foyer nebenan soll das Publikum künftig Einblick in die Abteilungen haben: Videos zeigen die Arbeit in den Werkstätten oder Szenen aus den aktuellen Produktionen.

„Der Durchbruch ist auch eine ideelle Maßnahme“

Neu geschaffen wurde auch ein weiterer Zugang zum Foyer des ersten Rangs. Das 1890 eröffnete Theater war ein Haus des Bürgertums. Dieses nahm Platz im Parkett oder auf dem ersten Rang. Wer ganz oben – auf den billigen Plätzen – im zweiten Rang saß, wurde an allen Foyers vorbei durch das rechte Treppenhaus gelenkt.

Nun gibt es einen Durchgang zum Rangfoyer, wo ein Stufenpodest Sitzplätze bietet. „Der Durchbruch ist auch eine ideelle Maßnahme“, erklärt Sidler. Er will alle Zuschauer zusammenführen. Das Rangfoyer bietet dafür fortan Gelegenheit. Sidler will es auch für Kindertheater nutzen oder für Stück-Einführungen vor Vorstellungsbeginn.

Einen Eindruck davon vermittelt Sonja Bachmann. Die Dramaturgin erzählt von Mark Twains bekanntem Roman „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ und den Proben. Die Handlung wollte Kurt Weill, bekannt als Komponist der Dreigroschenoper, zur Bühnenfassung machen.

Aber durch seinen Tod im Jahr 1950 kam es nicht dazu. John von Düffel hat erst jetzt die Buch- und Gesangstexte erarbeitet. Die Uraufführung wird als zweite Premiere der Spielzeit 2014/15 am Sonnabend, 4. Oktober, zu sehen sein.

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