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Regional Nils König: Produktionen wie „Sacre du Printemps“ Anreiz fürs Publikum
Nachrichten Kultur Regional Nils König: Produktionen wie „Sacre du Printemps“ Anreiz fürs Publikum
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18:17 10.09.2013
Von Angela Brünjes
Drei Kreise aus Licht: Igor Strawinskys Ballett „Le Sacre du Printemps“, choreographiert von Judith Kara, in der Göttinger Lokhalle. Quelle: König
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Göttingen

Dazu weitere 800 Gäste bei der Vorstellung von Workshop-Ergebnissen am Sonnabend beim „Tanzreigen“ im Lokhallenfoyer. Es war eine Göttinger Leistung, die König mit der Choreographin Judith Kara und dem Chefdirigent des Göttinger Symphonie-Orchesters, Christoph-Mathias Mueller, vollbracht hat.

Nach eineinhalbjähriger Vorbereitungszeit haben sie eine Inszenierung realisiert, an der auch mehr als 70 Schüler von sechs Schulen und der Ballettschule Art la Danse beteiligt waren. Für diese Jugendbildungsarbeit gab es Förderungen von der Klosterkammer und der AKB-Stiftung.

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„Man muss ganz klar sagen, dass eine große Veranstaltung mit Göttinger Musikern in der Lokhalle ein Anreiz für das Publikum ist“, erklärt König. Den langjährigen Vorsitzenden des Vereins Kultur unterstützt Stadt Göttingen (Kunst) überrascht der Erfolg dennoch: „Wir haben lange nicht mit einem ausverkauftem Haus gerechnet.“

Dieser Erfolg führt nach der aufwendigen Antragstellung von Fördergeldern, ohne die so ein Großprojekt nicht zu verwirklichen ist, nun dazu, dass Gelder zurückgegeben werden beziehungsweise nicht abgerufen werden müssen. König ist sich sicher, „dass das Werbekonzept und die Öffentlichkeitsarbeit sehr positiv aufgenommen worden sind“. Das habe schon der frühzeitig einsetzende Kartenkauf gezeigt.

Göttingen hat ein Kulturpublikum“

In Göttingen, so König, gibt es ein großes Interesse an Tanzveranstaltungen. „Sacre“ habe mit dem tanzpädagogischem Konzept von Kara zudem viele Schüler einbezogen. „Das sind ganz neue Menschen geworden“, meint König, weil so eine Tanzproduktion das Durchhalten und Dabeibleiben fördere. „Und dann war es so schön zu erleben, wie sich alle gefreut und gejubelt haben über den Applaus und den Erfolg“, berichtet König.

Aber bis zum Applaus am Freitag und Sonnabend wartete viel Vorbereitungs- und Probenarbeit auf die Akteure, und in der letzten Woche auch auf das Lokhallenteam und die 15 Festival-Helfer.  Für König steht nach „Sacre“ fest, dass es „nochmals so etwas gibt, weil es so erfolgreich war“.

Die Halle sei dafür aufgrund ihrer Variabilität bestens geeignet und biete immer neue Möglichkeiten wie diesmal die drei nur ausgeleuchteten Bühnenkreise inmitten des Dreiecks aus Orchesterbühne und zwei Tribünen. Dazu komme das Interesse des Publikums.

Obwohl zeitgleich weitere Großveranstaltungen stattfanden, waren alle gut besucht. Für König der Beweis: „Göttingen hat ein Kulturpublikum“. Was er dem bei seinem nächsten Projekt in der Lokhalle bieten will, verrät er aber noch nicht.

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