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Regional Obernjesa: 25 Jahre Freie Kunstakademie
Nachrichten Kultur Regional Obernjesa: 25 Jahre Freie Kunstakademie
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20:10 11.09.2013
Im Einsatz für die Kunst: Karin Handke und Michael Melchior von der Freien Kunstakademie. Quelle: Hinzmann
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Obernjesa

Stets hängt das Haus voller Bilder, besonders jetzt bei der Jahresausstellung: Arbeiten von Karin Handke und ihrem Ehemann und Ko-Dozenten Michael Melchior, der seit 2002 die Akademie leitet, vor allem aber Exponate aus dem Unterricht der Akademie-Schüler. In diesem Semester waren es 37 Kursteilnehmer, der jüngste neun, der älteste knapp 90 Jahre alt.

Zur Klientel der Akademie gehören Menschen aller Schichten und Berufe, von denen sich etliche in Obernjesa auf den Besuch einer Hochschule vorbereiten.

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Wer das anstrebt, muss eine Reihe von Probearbeiten vorlegen, die „Mappe“, wie es im Jargon heißt – und damit sind in den vergangenen 25 Jahren 81 Schüler erfolgreich gewesen, berichtet Handke stolz. Sechs ihrer früheren Schüler haben sich selbstständig gemacht und geben Unterricht.

Die Hochschul-Vorbereitung habe in den ersten AkademieJahren im Vordergrund gestanden, sagt Handke. Inzwischen seien es eher Menschen, die einmal loslassen, intuitiv arbeiten möchten, eben „das Innere zu Wort kommen lassen“ wollen.

Da sind etwa Bilder zum Thema „Augenblicke“, darunter „Zärtliche Begegnung“ von Fahimeh Mohebbi: zwei Fische, die gespitzten Maules aufeinander zu schwimmen. Oder eindrucksvolle malerische Paraphrasen über das berühmte Motiv von Edvard Munch, die die Akademie-Schülerin Cora Creutzfeld-Glees „Angst-Variationen ,Der Schrei‘“ genannt hat.

Eine abstrahierte, farbkräftige Landschaft der Obernjesaerin Helga Körber-Harriehausen fällt ins Auge, die bemerkenswert kreative Mappe von Vivian Haep, mit der sie die Zulassung zum Modedesign-Studium in Mannheim geschafft hat. Oder die zum Teil folkloristisch-russischen Motive von Irina Krott-Rykunina, die nun ihre Ausbildung in Bochum fortsetzen wird.

Von Michael Schäfer

Die Jahresschau der Freien Kunstakademie Obernjesa, Dramfelder Straße 4, ist bis Sonntag, 15. September, zu sehen und täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.