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Regional Offene Bühnen in Göttingen: Jazz für alle im Live-Club Nörgelbuff
Nachrichten Kultur Regional Offene Bühnen in Göttingen: Jazz für alle im Live-Club Nörgelbuff
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00:18 25.07.2013
Musiklehrer und Musiker: Martin Tschoepe, Tobias Latzko und Sven von Samson (von links) eröffnen die Session.
Musiklehrer und Musiker: Martin Tschoepe, Tobias Latzko und Sven von Samson (von links) eröffnen die Session. Quelle: FRI
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Göttingen

Einige Veranstalter und Institutionen in der Stadt bieten nämlich offene Bühnen an. Orte, an denen jeder, der möchte, auftreten oder einfach mitspielen kann.

Mehrere offene Bühnen haben sich in Göttingen etabliert, auf einer geht es besonders rhythmisch zu. Jeden ersten Donnerstag im Monat gibt es nämlich im Live-Club Nörgelbuff die „Deep in the Groove – Jazz Session“. Das Genre legt aber bei weitem nicht die Grenzen der musikalischen Vielfalt des Abends fest. Die Musiker spielen aber häufig eine Mischung aus Blues, Funk und Jazz  – Hauptsache es groovt.

Session wird gut angenommen

„Meistens läuft es so, dass eine Band ungefähr eine dreiviertel Stunde spielt und dann die Bühne für alle offen ist“, erklärt Hendrik Söhnholz. Dass der Abend unter dem Motto „Play everything you want – but play it good” („Spiel, was du willst, aber spiel es gut“) steht, schreckt laut dem Organisator der Veranstaltung nicht ab. „Die Session wird immer gut angenommen“, sagt Söhnholz.

Tobias Latzko (Gitarre), Martin Tschoepe (Kontrabass) und Sven von Samson (Schlagzeug) – allesamt Musiker als auch Musiklehrer in Göttingen – eröffnen den Abend. Sie sind sehr gut aufeinander abgestimmt, lassen sich gegenseitig viel Raum für Soli und überzeugen mit ihrer Technik. Als die Profis die Bühne für alle anderen öffnen, steigen sofort weitere Musiker ein. Die Qualität leidet darunter aber nicht. Überall tauchen weitere Instrumente auf. Eine Geige, Bongos, weitere Gitarren – Söhnholz hat alles im Blick und ist mit dem Equipment des Nörgelbuffs gut gerüstet.

„Deep in the Groove“

Das Rockbüro Göttingen ist indirekt an der Veranstaltung beteiligt. Es betreibt schließlich den Nörgelbuff. Die Idee zu „Deep in the Groove“ kommt ursprünglich von Sebastian Kiehlmann. Er wollte 2010 mit seiner damaligen Band „From Miles Around“ „einen deutlichen Kontrast zur lang etablierten Jazz-Session im Apex bieten“, erklärt der Initiator.

Die Apex-Session sei eine „klassische“ Jazz-Session, bei der Klassiker aus dem Realbook gespielt werden. „Stattdessen wollten wir gänzlich freies Spielen forcieren und somit aus Standardformen ausbrechen, darüber hinaus auch Einzüge anderer Stilrichtungen fördern, die mitunter dem Jazz eher fern sind“, meint Kiehlmann.

Mal jazziger, mal grooviger

Aus berufsbedingten Gründen mussten die Erfinder die Leitung abgeben. „In welche Richtung sich die Session bewegt, hängt auch immer vom Organisator ab. Mal ist sie jazziger, mal grooviger“, meint Michael Schluff, Vorsitzender des Rockbüros. Kiehlmann erwähnt abschließend, dass auch der jetzige Leiter die Session nicht langfristig organisieren kann, sodass Söhnholz bald einen engagierten Nachfolger braucht.

► Wie kann ich mitmachen?

Jeden ersten Donnerstag im Monat um 21 Uhr im Liveclub Nörgelbuff, Groner Straße 23 in Göttingen. Zum gestellten Equipment gehören unter anderem Gesangsanlage, Verstärker, Schlagzeug und Gitarren. Eigene Instrumente können mitgebracht werden.

Von Friedrich Schmidt