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Regional Opulentes Fest professioneller junger Stimmen
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18:49 16.09.2009
Perfekt und homogen: Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schröfel.
Perfekt und homogen: Mädchenchor Hannover unter der Leitung von Gudrun Schröfel. Quelle: Heller
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Den Hauptteil des Konzerts bestritten, ihrem Können angemessen, die beiden hannoverschen Chöre. Vor allem der Mädchenchor, geleitet von Gudrun Schröfel, setzt Maßstäbe: Das sind sorgfältig geschulte Stimmen (elf Stimmbildner sind auf der Homepage des Chores verzeichnet), homogen im Gesamtklang, perfekt in der Intonation, ausgesprochen beweglich in der Dynamik, die vom feinsten Pianissimo bis zu machtvollem Forte reicht.

In der Profiliga

Ganz so perfekt ist der Knabenchor Hannover nicht, dennoch sehr wohl in der Profiliga angesiedelt. Er präsentierte ebenso wie seine Kolleginnen einige Volksliedsätze, dazu Stücke von Mendelssohn, Schubert, Koerppen und anderen, während der Mädchenchor Gipfelpunkte unter anderem mit der schwedischen „Värmlands Visan“ und drei Sätzen von Kodály setzte.
Ungeteiltes Vergnügen bereitete der Schlusspunkt vor der Pause: ein Schlagermedley aus „In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine“, „Heute Nacht oder nie“ und „Buona sera, senorita“, das Jonathan Seers eigens für dieses Konzert gemäß dem Können der Sänger arrangiert hatte. Die Melodiestimme teilten sich die beiden Nachwuchsformationen der Kantorei St. Sixti, sorgsam einstudiert von Antje Wissemann, die rhythmisch pfiffigen, stellenweise gepfefferten Begleitstimmen sangen Knaben- und Mädchenchor. Spaß hat dieses lateinamerikanische Stimmenfest nicht nur den Zuhörern gemacht, sondern schätzungsweise ebenso sehr den Sängern.

Hohes Qualitätsniveau

Weitere anspruchsvolle Chorliteratur von Holst, Praetorius, Bach und Mendelssohn war in der zweiten Konzerthälfte angesetzt. Die allerdings konnte der Besucher, der am Abend noch pünktlich zum Ensemble „Musica Romana“ nach Hann. Münden fahren wollte, nicht mehr hören. Doch es besteht kein vernünftiger Grund zum Zweifel, dass dies nicht auf demselben hohen Qualitätsniveau angesiedelt war.

Von Michael Schäfer

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