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Regional Konzert in St. Jacobi zu zwei Jubiläen
Nachrichten Kultur Regional Konzert in St. Jacobi zu zwei Jubiläen
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14:55 25.03.2019
Der Solist Julius Laube mit dem Göttinger Symphonie-Orchester. Im Hintergrund die Chorsänger.
Der Solist Julius Laube mit dem Göttinger Symphonie-Orchester. Im Hintergrund die Chorsänger. Quelle: Peter Krüger-Lenz
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Göttingen

„War das nicht toll?“ Michael Krause, Dirigent, Musiklehrer und Leiter des Abends, strahlte über das ganze Gesicht nach dem Konzert. Vier Tage lang hatte er mit den verschiedenen Ensembles in der Jacobikirche geprobt und ein dynamisches und berührendes Programm zusammengestellt.

Auf dem Programm standen „Fest- und Gedenksprüche“ von Johannes Brahms, „Chichester Psalms“ von Lennart Bernstein und das gewaltige „Magnificat“ von John Rutter. Solisten waren der 13-jährige Julius Laube, Mitglied des Knabenchores und Schüler des Felix-Klein Gymnasiums, und Theresa Sommer. Sie besuchte von 1998 bis 2001 den OHG-Musikzweig und belegte anschließend den Musik-Leistungskurs bei Krause. Später studierte sie – entsprechend gut vorbereitet – an der Hochschule für Musik in Detmold.

„Eine außergewöhnliche Erfahrung“

Es habe besonderen Mutes bedurft, um einen Musikzweig auf den Weg zu bringen, erklärte OHG-Schulleiterin Rita Engels zur Begrüßung. Doch heute sei klar, dass eine solche Ausrichtung „das Schulleben in ganz besonderer Weise bereichert“. Mit Blick auf den Abend sagte sie: „Dieses Konzert ist für unsere Musizierenden ein ganz besonderes Erlebnis“ und „eine außergewöhnliche Erfahrung“.

Göttingens Schuldezernentin Maria Schmidt (Grüne) erinnerte daran, dass das OHG einst „das größte Gymnasium Göttingens“ gewesen sei. Mit 273 Schülern ging das damalige 5. Gymnasium an den Start. Heute besuchen 1228 Schüler die Schule – „fast die Hälfte aus dem Landkreis“, so Schmidt. Mehr noch: Das OHG sei schon mal das größte Gymnasium des Landes gewesen. Lautstarke Zustimmung aus dem Publikum erntete Schmidt, als sie darauf hinwies, dass das OHG als erste Schule im Landkreis als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet wurde. Schmidt verwies schließlich darauf, dass sich das Gymnasium in den kommenden Jahren baulich verändern werde. 22 moderne Unterrichtsräume und eine Schulmensa würden gebaut. Die Ausführungen Schmidts waren übrigens wortgleich mit dem Grußwort von Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), das im Programmheft abgedruckt war.

Lange Besucherschlange

Voll besetzt war die Jacobikirche an diesem Abend. Eine lange Besucherschlange hatte sich vor dem Seiteneingang gebildet, an dem selbst ausgedruckte Eintrittskarten eingelesen wurden. Tosenden Beifall, der kaum enden wollte, spendeten die Besucher – darunter viele Verwandte der jugendlichen Sänger, am Ende im Stehen. Bravo-Rufe erschallten. „Die bleiben sitzen und wollen gar nicht gehen?“, sagte Krause schließlich mit Blick auf die Konzertbesucher zu seinen Musikern gewandt. „Wollt ihr eine Zugabe?“, fragte er das Publikum im Kirchenraum. Das wollte noch mehr hören und bekam noch ein Stück aus dem „Magnificat“. Am Sonntagabend feierte das OHG sein Jubiläum mit einer zweiten Ausgabe des Konzertes in der Jakobikirche.

Sein 50-jähriges Bestehen und 25 Jahre Musikzweig hat das Otto-Hahn-Gymnasium in der Göttinger Jacobikirche gefeiert – mit dem Göttinger Symphonie-Orchester und dem Göttinger Knabenchor.

Von Peter Krüger-Lenz

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