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17:00 06.03.2018
Die Jahrestagung der Schriftstellervereinigung PEN ist für Ende April in Göttingen geplant. Quelle: dpa
Göttingen

Die Jahrestagung vom 26. bis 29. April steht unter der Motto „Denken Sie Ihre Gedanken zu Ende“. Diese Forderung formulierte der Schriftsteller und Dramatiker Günther Weisenborn vor 60 Jahren in seiner „Göttinger Kantate“. Zehn Jahre zuvor, 1948 wurde in Göttingen das „P.E.N.-Centrum Deutschland neu gegründet.

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Sabine Johannsen, und die PEN-Präsidentin Regula Venske eröffnen die Jahrestagung am Donnerstag, 26. April, um 18 Uhr im Alten Rathaus. Am Abend ist ab 19.30 Uhr unter Gesprächsführung von HR2-Moderator Alf Mentzer die Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“ geplant. Die Writers-in-Exile Beauftragten Franziska Sperr, die beiden Writers-in-Exile Stipendiaten Arpita Roychoudhury und Zobaen Sondhi und Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik sind nach Veranstalterangaben Teilnehmer der Runde. Der Autor und Sprecher Gert Heidenreich trägt die deutsche Übersetzung der bengalischen Texte vor.

Kurt Sigel-Lyrikpreis für Dorothea Grünzweig

Im Anschluss verleiht der deutsche PEN den mit 4000 Euro dotierten Kurt Sigel-Lyrikpreis an die Dichterin Dorothea Grünzweig. Die Laudatio hält der Literaturkritiker Herbert Wiesner.

Gründungsmitglied von PEN Deutschland: Erich Kästner. Quelle: dpa

Um „Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Neue Rechte“ geht es am Freitag, 27. April. Wo ist in den gegenwärtigen politischen Diskursen die freie Meinungsäußerung bedroht durch einen Anpassungsmechanismus, der gegensätzlichen Meinungen keinen Resonanzboden bietet? Welche Denkverbote und Denktabus gelten auch im PEN, und wo gilt es, aus der Geschichte lernend „Wehret den Anfängen!“ zu rufen und die Grenzen der Meinungsfreiheit zu markieren? Darüber diskutieren die PEN-Mitglieder Zoë Beck und Ulrich Greiner sowie der Historiker Ulrich Sieg und PEN-Präsidentin Regula Venske ab 20 Uhr in der Göttinger Paulinerkirche.

Lichtenberg und Satire von heute

Die Abschlussveranstaltung „Deutsche Meckerköppe – Lichtenbergs Erbe und Satire heute, widmet sich am Sonntag, 29. April, ab 11 Uhr Georg Christoph Lichtenberg und dessen Erbe. Frank Schäfer, Publizist von Taz bis Titanic und Lichtenberg-Experte, gibt eine Einführung, die beiden Autorinnen Angela Krauß und Susanne Fischer stimmen ein oder widersprechen. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Schriftsteller Matthias Biskupek.

Ausstellung zum 70. Geburtstag

Zum 70. Geburtstag präsentiert PEN, begleitend zur Jahrestagung, im Alten Rathaus die Ausstellung zur Geschichte und Bedeutung des PEN seit der Wiedergründung in Göttingen 1948. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Autoren aus Ost und West sowie Rückkehrer aus der Emigration, darunter etwa Johannes R. Becher, Hans Henny Jahnn, Erich Kästner und Anna Seghers.

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich nach eigenen Angaben „als Anwalt des freien Wortes“ etabliert und gelte als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

Von Stadt bis Steidl: namhafte Förderer der Tagung

Zu den Förderern der PEN-Jahrestagung 2018 in Göttingen gehören die Stadt Göttingen, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Georg-August-Universität Göttingen, der Göttinger Literaturherbst, das Literarische Zentrum Göttingen, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und der Steidl Verlag.

Gesamtprogramms finden sich auf der PEN-Internetseite. Der Eintritt zu den öffentlichen Veranstaltungen ist frei.

Von Michael Brakemeier

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