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Regional Peter Funk und Herbert Wegener in der Reihe „Saitensprünge“
Nachrichten Kultur Regional Peter Funk und Herbert Wegener in der Reihe „Saitensprünge“
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17:59 17.06.2013
Fingerfertig: Herbert Wegener (links) und Peter Funk.
Fingerfertig: Herbert Wegener (links) und Peter Funk. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Das Göttinger Gitarrenduo organisiert seit elf Jahren regelmäßig die Göttinger Gitarrennacht, die Konzertreihe „Saitensprünge“ ist als Ableger dieser Veranstaltung entstanden und bietet Gitarristen regelmäßig Auftrittsmöglichkeiten.Jetzt war das Initiatoren-Duo selbst auf der Bühne im Apex zu erleben.

Es ist ein äußerst unterhaltsamer Abend, der durch die vielen kleinen humorvoll erzählten Geschichten der Musiker bereichert wird. So kündigen Sie nach den ersten Nummern bereits eine Premiere an: Wegeners neue, blutrote Bariton-Lap-Steel-Gitarre mit Resonator, im weiteren Verlauf des Abends nur noch liebevoll „Sound Monster“ genannt.

Und tatsächlich bringt das Instrument einen gewaltigen Klang hervor. „Man kriegt damit fast alles hin“, sagt Wegener sichtlich zufrieden und entlockt ihm mit dem entspannt ruhigen Stück „Blind Boy in a Hammock“ einen außergewöhnlichen Klang.

Die geschickt gewählte Abfolge der so unterschiedlichen Gitarrenarrangements sorgt für ständige Abwechslung. Ob traditioneller Gitarrenblues, Tango, hawaiianisch anmutender Walzer oder Balladen, die Funk mit typischem Bluesgesang unterstützt, jedes der Stücke wird von dem Duo mit höchst ansteckender Begeisterung dargeboten. Eines der Glanzlichter des Abends setzt das Nintendo-Super-Mario-Arrangement.

„Hinter diesem Gepiepse verbirgt sich großartige Musik“, sagt Funk und beweist es gemeinsam mit Wegener mit einer eigenen Interpretation der ersten sechs Level-Melodien. Und nicht nur das Gitarrenspiel beherrschen die beiden virtuos, auch eine Autoharp komm an diesem Abend zum Einsatz.

In der zweiten Konzerthälfte bekommt das Gitarrenduo schließlich Verstärkung: Detlef Bunk aus Dresden gibt eine kleine Kostprobe seines Gitarrenspiels mit einer Rock’n’Roll-Nummer, die nächsten „Saitensprünge“ wird er allein bestreiten. Und wenn Bunk schon einmal da ist, dann spielen die drei natürlich auch eine Nummer im Trio.

Kurz vor Schluss des Konzertes nehmen Funk und Wegener noch einmal richtig Fahrt auf. „Herbert, gib mir die 138“, fordert Funk seinen Partner auf, und schon stimmt das Duo auch in den Takt des Metronoms ein. In wahnsinnigem Tempo rasen die Hände der beiden über die Saiten ihrer Gitarren und sind dabei im absoluten Gleichtakt. Am Ende kann man abschließend eigentlich nur noch Funks zwischenzeitlich an Wegener gerichteten Worten zustimmen: „Vielen Dank für dieses wunderbare Geräusch.“

Von Tina Evers