Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional 20 Years of Hate sind zurück
Nachrichten Kultur Regional 20 Years of Hate sind zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:00 18.12.2018
„Silent Night, Deadly Night“ geht am 22. Dezember im Göttinger Juzi über die Bühne. Mit dabei sind Miozän, 20 Years of Hate und Sprüpuzz. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Ursprünglich war 20 Years of Hate nur als Live-Gag zum Juzi-Jubiläum geplant. Das ist 15 Jahre und eine ganze Band-Geschichte her. Jetzt kehren die Göttinger Punkrocker zurück an den Ort ihres Entstehens. Live und laut und mit Miozän und Sprüpuzz.

Manchmal kommen sie wieder – Unter dieses Motto hätten die Veranstalter das Konzert am Sonnabend, 22. Dezember, im Juzi locker stellen können. Stattdessen lautet es „Silent Night, Deadly Night“ – und bringt mit Miozän und 20 Years of Hate zwei Bands zurück, die sich eigentlich schon einmal von den Bühnen verabschiedet hatten. Support leisten Sprüpuzz, nach dem Konzert könnte noch ein DJ zum Einsatz kommen.

Anzeige

Miozän haben ihre Reunion Ende 2014 gefeiert, nachdem es jahrelang still gewesen war um eine Band, die eigentlich nicht für leise Töne bekannt ist. Die Norddeutschen machen Oldschool-Hardcore – und das nach ihrer Gründung 1991 als Cause for Concern ziemlich erfolgreich. Drei Alben, „unzählige Shows, Tourneen und Festivals in ganz Europa mit dem „Who is Who” der HC-Szene“ zählen die Veranstalter in der Ankündigung des Konzerts in Göttingen auf. Unter anderem teilten sich Miozän die Bühne mit Sick of it All, Agnostic Front, Ignite und Madball. Auch musikalisch soll sich die Band in der Nähe der genannten Größen bewegen.

2001 war dann Schluss mit der Band, deren Mitglieder dann in anderen Gruppen mitmischten. Wie es dann zur Reunion kam? Der Band zufolge war ein Geburtstags-Gig der Auslöser: Beim 40. eines Rowdies im Conne Island in Leipzig sei der Funke erneut übergesprungen, „das Feuer entfachte sich erst im November 2014 wieder vollends“: Miozän spielten zur Neueröffnung des ehemaligen „Juze“ Walsrode und jetzt wieder zusammen. „Zweistimmige Gitarren und Soli, die Drums sind druckvoll und der Gesang schmutzig, laut und aggressiv“ – So beschreibt die Band ihren Sound, der ab 22 Uhr zu hören sein soll.

20 Years of Hate: Aus einem Gag wird eine Band

20 Years of Hate war Angaben der Band zufolge im Grunde nie als festes Bandprojekt geplant, sondern lediglich ein Projekt zum 20. Geburtstag des Juzi, das sich die Punk-Rocker im Jahr 2002 überlegten. Dann traten sie auf – und „waren selbst am meisten überrascht, wie gut die Show, die sie eigentlich nur als einmaligen Gag machen wollten, beim Publikum ankam“, heißt es in einer Info der Veranstalter. Die Musiker hatten Spaß, hatten allesamt Banderfahrung, schnell waren die ersten Coversongs gemacht. Und auch heute noch besteht das Konzept darin, aktuelle Hits, Partysongs und Klassiker im krachigen Gewand darzubieten: Punk und Hardcore bestimmen den Sound, manchmal garniert mit ein wenig Neuer Deutscher Welle. Wenn auch von der Originalbesetzung nach diversen Wechseln nur noch der Sänger und ein Gitarrist an Bord sind. hat sich daran nichts geändert. So richtig Schluss mit der Band sollte übrigens 2017 nach dem „35 Jahre JuZI Fest“ sein. Nun ja, jetzt sind die Musiker zurück – Schließlich geht es auf Weihnachten, da macht man seinen Fans Geschenke. Dieses soll gegen 23 Uhr ausgepackt werden.

Den Support leisten Sprüpuzz aus Kassel, die gegen 21 Uhr beginnen sollen. Die Musiker leben die Punk-Attitüde des DIY, pflegen die Vorurteile vom „Wer probt, hat keine Zeit zum Biertrinken“ und nennen ihren Sound „klassischen Kräuterpunk“.

Silent Night, Deadly Night“ beginnt am Sonnabend, 22. Dezember, um 21 Uhr im Göttinger Juzi, Bürgerstraße 41. Tickets gibt es nur an der Abendkasse.

Von Nadine Eckermann