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Regional Roma-Musik aus dem Kosovo
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12:43 10.05.2016
Salim am Saxophon, Sänger Izi und Nermin am Keyboard.
Salim am Saxophon, Sänger Izi und Nermin am Keyboard. Quelle: red
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Göttingen

„Eigentlich dürften wir Roma-Musik nicht unter dem Motto ‚Fremde Kulturen‘ präsentieren“, sagt Organisator Meinhart Ramaswamy. „Es gibt so viele Roma in Göttingen. Wir sollten sie viel besser kennen.“ Es bestehe dennoch Kennenlernbedarf und dieser Abend biete eine Gelegenheit.

„Das ist ein Hit. Ich erwarte volle Konzentration und Mitarbeit“, fordert Salim das Publikum auf. Jeder klatscht in seinem eigenen Takt und auch auf der Bühne sind sich die Musiker nicht immer einig, was als nächstes gespielt werden soll. Doch dann gibt Salim am Saxophon den Ton vor und Nermin am Keyboard steigt ein. Izi ergänzt das Trio um den Gesangspart.

Es gibt nicht die eine Roma Musik. So vielfältig wie Kultur, Sprache und Geschichte ist auch die Musiklandschaft. Izi singt auf Romanes, aber auch auf anderen Sprachen des Balkans. Das Liebeslied „Mik mik“ kommt aus Bulgarien, „I gadzi“, im Deutschen „Sie ist eine Fremde“, ist ein rumänisches Lied. „Akaya rat si romani“ bedeutet „Diese Nacht ist Roma-Nacht“. „Ein legendäres Lied aus den 1960er-Jahren“, schwärmt Izi.

Immer wieder spielen Nermin und Salim selbstkomponierte Stücke. Als Zugabe gibt es eine Improvisation, und Salim legt sich am Saxophon noch einmal richtig ins Zeug. Mit im Programm ist auch das Lied „Amen sijam Roma – Wir sind Roma“, das Izi zusammen mit Hans Kaul und Luise Rist für eine Produktion der Göttinger Theatermacher Boat People Projekt komponierte.

Orientalische Musik und Balkan-Klänge im DT sind eine bereichernde Abwechslung. Um das Kennenlernen anderer Kulturen zu erleichtern, hätten dem Abendprogramm noch ein paar Geschichten und Anekdoten gutgetan, die die Lieder einbetten. Musik ist schön, aber sie reicht nicht.

Die nächste Veranstaltung der Reihe „Fremde Kulturen“ unter dem Motto „Musik aus China“ steht am Montag, 6. Juni, um 20 Uhr auf der Kellerbühne des Deutschen Theaters, Theaterplatz 11, auf dem Programm.

Von Jorid Engler