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Regional Schmerzhaft laut im Hardcore-Beat
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20:07 16.03.2009
Wir-Gefühl: „Born From Pain“ und Musa-Publikum.
Wir-Gefühl: „Born From Pain“ und Musa-Publikum. Quelle: Peter Heller
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Und diese werden erfüllt. Ein niederschmetternder Sound lässt den Saal erzittern. Die Akkorde sind brutal, der Gesang ist düster und unverständlich. Grölen nennt es der Laie, growlen der Experte. Gerade darauf kommt es der Metalcore-Band an: sie will einen rohen, ungeschliffenen Klang schaffen, der alles bereits Dagewesene in den Schatten stellt. Doch ist es nicht nur die Musik, die den Songs Bedeutung zumisst.

Krieg und Gewalt

Im Hintergrund werden auf einer Videoleinwand Bilder von Krieg und Gewalt gezeigt. Titel wie „Rise or die“ oder „Sons of a dying world“ sollen die Videosequenzen verdeutlichen. Obwohl die Texte unverständlich bleiben, wird im Refrain zumindest einmal das Titelschlagwort erkennbar. Und das grölt dann auch das Publikum beherzt mit.

Zusammen mit der Moderation des Frontmanns Rob Franssen fügt sich das Ton- Bild Verständnis zum Ausdruck eines Wir-Gefühls, zu einem „Zusammen gegen Ungerechtigkeit“.

Dabei animiert der aggressive Unterton, in dem Franssen spricht, die Zuhörer. Diese reagieren mit ausgelassenem Headbanging und Stagediving. Mitunter tanzen sie sogar auf der Bühne. Unterlegt von nahezu schmerzhaft lauten und unangenehm dissonanten Klängen, wird das Konzert körperlich spürbar. Nicht umsonst nennen sich die fünf Metal-Musiker „Born From Pain“.

                                                                                                     Von Rhea Maria Richter