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Regional Schönheit an der Grenze zur Abstraktion
Nachrichten Kultur Regional Schönheit an der Grenze zur Abstraktion
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18:32 24.06.2011
Von Peter Krüger-Lenz
Schönheit der Natur: „Akelei“ von Uwe Reher.
Schönheit der Natur: „Akelei“ von Uwe Reher. Quelle: EF
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Göttingen

Tulpen, Akelei, Mandelblüte: Reher scheint über die Blütenpracht, die die Natur hervorbringt derart begeistert, dass er ihr sein künstlerisches Schaffen widmet. Mit kraftvollen, bisweilen grellen Acrylfarben fängt er mit schnellem Strich ein, was aus dem Boden wächst. Es erfasst schnell und malt ohne Anspruch auf naturgetreue Wiedergabe. Es geht ihm eher um das Erfassen von Farbklängen, Räumen und das Herausarbeiten von Atmosphäre. Dabei begibt er sich bisweilen auch an die Grenze zur Ab­straktion.

Er gesellt sich damit zu einer kunsthistorischen Tradition. Die Maler des Impressionismus arbeiteten ähnlich. Die allerdings waren am Ausgang des 19. Jahrhunderts Avantgarde und waren gegen starke Widerstände angetreten. Rehers Bilder dagegen wollen nicht neu erfinden oder die Grenzen der Kunst erweitern. Schönheit ist ein zentraler Begriff in Rehers Malerei, ein anderer vielleicht „domestizierter Impressionismus“.
Bis Sonnabend, 16. Juli, montags bis freitags von 9.30 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 10 bis 16 Uhr im Kunsthaus Nottbohm, Kurze Geismarstraße 31 in Göttingen.