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Regional Schulung des ästhetischen Sehens
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19:04 05.08.2011
Benefiz fürs Apex: F. W. Bernstein zeichnet im Dezember 2009.
Benefiz fürs Apex: F. W. Bernstein zeichnet im Dezember 2009. Quelle: CR
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Bodenstein hält in seiner Stellungnahme dagegen: „Natürlich haben wir den sog. Kritischen Realismus längst hinter uns gelassen. Dieser stand auch nicht am Anfang unserer Ausstellungstätigkeit, sondern unser Ruf gründete auf die konsequente Verfolgung realistischer Positionen, die sich zu Beginn der 70er Jahre als Gegenpol zur herrschenden Abstraktion (Informel, Tachismus) entwickelten. Dominierende ,Stile‘, wie etwa in den 70er und 80er Jahren, findet man nicht mehr. Das Apex hatte dieser Entwicklung auch in der Ausstellungspolitik Rechnung getragen und von der Abstraktion über den Comic, die gegenständliche Malerei, Installation, Multimediales bis zur Skulptur, zum Video und zur Zeichnung die Entwicklung zumindest ausschnittweise dokumentiert.“

Bodenstein erklärt zur Mitgliedschaft des Apex in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine (AdKV): „Die Aufnahme in diesen erlauchten Kreis hat unsere Arbeit geehrt und ausgezeichnet! Auch wenn sie nicht von jedem in Göttingen zustimmend zur Kenntnis genommen wurde: Sie war für die Beantragung von Drittmitteln und als kleines Bonbon für die Förderer, die dadurch bei Kunstvereinen freien Eintritt hatten, vielfach notwendig und vorteilhaft.“
Abschließend fordert er weiterhin für Göttingen eine „Schulung des ästhetischen Sehens durch Vielfalt“. Bodenstein: „Dass hier Defizite vorhanden sind, kann man leicht bei einem Gang durch die Stadt feststellen.“

Von Michael Schäfer