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Regional Schwedische Band "Yamon Yamon" im Göttinger Pools-Keller
Nachrichten Kultur Regional Schwedische Band "Yamon Yamon" im Göttinger Pools-Keller
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18:15 10.09.2013
Von Britta Bielefeld
Ihre Musik ist für einen Keller weniger geeignet: Yamon Yamon im Göttinger Pools mit Anton Toorell, Christoffer Öberg-Runfors, John Sjöberg und Jon Lennblad (von links). Quelle: Pförtner
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Göttingen

Allerdings: Statt im Innenhof wurde das Konzert im Keller gegeben – der Nachbarn wegen. So traten die Schweden vor nur rund 30 Gästen auf.

Yamon Yamon: Was ist das für ein Bandname? Das ist offenbar nicht eindeutig. Sänger Jon Lennblad meint, es sei das spanische Wort für Schinken, Drummer Christoffer Öberg-Runfors meint, es sei der jamaikanische Begriff für Blabla. 

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Eindeutig ist: Yamon Yamon ist eine Band, die mehr Raum braucht. Von ihren teils hübsch arrangierten Rockpopsongs blieb in dem kleinen Keller wenig übrig. Zu dominant das Schlagzeug von Öberg-Runfors, zu leise Stimme und die für die Songs wichtige Gitarre von Sänger und Gitarrist Lennblad.

Nur schwer wiederzuerkennen

So spielen die Musiker ihre nordischen Indiesongs eher unengagiert, nur Drummer Öberg-Runfors ist der bärtige, tätowierte Rocker, der Gas gibt – was dem Sound nicht gut tut. „Soundmäßig kann ich da nichts machen“, sagt Tontechniker Rasmus. Drehe er die Regler für Gitarre und Gesang hoch, drohe die Musik zu übersteuern.

So erinnert der breiige Sound eher an die 90er-Jahre à la Sma­shing Pumpinkins. Die Studiosongs sind nur schwer wiederzuerkennen. Alles wirkt ein wenig wie im Übungskeller. Die fünf Studenten in der ersten Reihe auf dem Boden spielen an ihren Handys herum.

Nur manchmal ist zu hören, welch zauberhafte Songs eigentlich unter dem Soundbrei versteckt sind, mal nordisch melancholisch, mal sanft und mit filigranen Gitarrenmelodien arrangiert, mal laut, rockiger und deutlich dunkler. Schade, denn die Band hätte die größere Bühne draußen definitiv verdient.