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Regional Sieben Komödianten, Zauberer und Musiker in sieben Göttinger Gaststätten
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21:00 15.10.2014
„Mach die Kamera aus!“: Tim Beckers Kaninchen aus dem Zylinder ist übellaunig. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

25 Minuten dauert eine Show, dann wechseln die Künstler den Veranstaltungsort. Fünf Auftritte gibt es so pro Laden. In der Junkernschänke ist Becker der erste auf der Bühne. Hier ist die Veranstaltung ausverkauft.

Neugöttinger Becker ist Bauchredner. Er stellt einen Zylinder auf sein Pult und verkündet: „Ich zeige heute das Erscheinenlassen eines lebendigen Kaninchens.“ Einer klatscht. „Danke. Ich kann Applaus von Mitleid unterscheiden“, reagiert Becker. Sein Kaninchen stellt sich als ziemlich übellaunig heraus. „Schnauze, ich zünd’ euch die Hütte an“, keift es bei Applaus.

Und auch der Tageblatt-Fotograf wird nicht verschont: „Mach die Kamera aus!“ Becker kommt gut beim Publikum an, die Stimmung ist ausgelassen. Darum machen alle mit, als Becker einen kleinen Streich für seinen Nachfolger ausheckt: Zugabe rufen, ohne dass derjenige überhaupt angefangen hat. Klappt hervorragend.

„Tja, ihr seid ja alle vollkommen kaputt“, kommentiert Marek Fis die Zugaberufe. Im polnischen Dialekt bringt Fis eine Kabarettnummer, die sich als lustigster Auftritt des Abends herausstellen wird. „Du bist gar kein richtiger Pole. Du bist zu blöd zum Klauen und zu fett zum Wegrennen. Wir müssen dich irgendwohin abschieben, wo du nicht auffällst“, habe ihm sein Vater gesagt. „So bin ich in Bayern großgeworden.“

Spiel mit Klischees

Fis spielt mit Klischees und nimmt dabei sowohl die Deutschen, als auch die Polen aufs Korn: „Karneval, das ist doch schlechte Musik, langweilige Reden und am Ende wird gefummelt. Bei uns in Polen heißt das Kirche.“

Das Besondere an der Komischen Nacht ist, dass an einem einzigen Abend viele unterschiedliche Facetten aus der Comedyszene gezeigt werden. So stehen mit Christopher Köhler auch ein Zauberer und mit Gymmick ein Musiker auf der Bühne. Letzterer überzeugt vor allem durch seine irrwitzigen Texte. So bringt er einen Song über das Zerstören von Frisuren oder über die Selbstmorde süßer Tiere.

Der Abend endet mit einer weiteren Kabarettnummer. Andreas Weber erzählt darin vom Leben als Single: „Ich mache Nudeln gern mit Pesto. Weil es so schnell geht und praktisch ist. Und weil es nicht so erbärmlich ist wie mit Ketchup.“ Weitere Comedians, die bei der Komischen Nacht mitmachen, sind die Kabarettisten Maxi Gstettenbauer und Lilli. Insgesamt ein witziger Abend mit einer gelungenen Mischung deutscher Comedykunst.

Von Daniela Lottmann

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