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17:17 12.06.2018
Das Ensemble der Produktion "Alle Farben" am Deutschen Theater Göttingen. Quelle: r
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Göttingen

Sechs bis neun Jahre alt sind die Akteure, die da über die Bühne wuseln. Sie sind eingeteilt in kleine Gruppen. Das verraten die Farben ihrer T-Shirt: Rot, Gelb, Blau und Grün. Nur einer von ihnen trägt einen schwarzen Anzug. Er fragt, was sich die anderen wünschen. Und so verteilt er an jeden Spieler eine Farbkarte, die auch gleichzeitig zeigt: Hier flattern Schmetterlinge, hier stehen die Häuser, hier wachsen die Äpfel und die Erdbeeren. Hier wütet der Drachen, auf der anderen Seite der Sturm.

Michel-Frei und van Buren haben dem munteren Treiben eine Struktur geben, legen aber Wert darauf, dass die Kinder wesentlich an der Konzeption beteiligt waren: „Sie haben sich alles selbst ausgedacht“, sagt Michel-Frei.

Mehr Programm beim Festival

„DT – Am Puls“ heißt das „Theaterfestival für – von – mit Kindern und Jugendlichen“, das noch bis Sonntag, 17. Juni, im Deutschen Theater Göttingen läuft. Am Mittwoch präsentiert die freie Spielgruppe 15+ um 17 Uhr „To Kill a Rainbow“, eine Stückentwicklung zu Menschenrechten. Am Donnerstag steht ebenfalls um 17 Uhr „Du, Du und Du“ auf dem Programm. Es spielen die Akteure des Kooperationsclubs des boat people projekts und des DT im Alter von sechs +. „Irrgarten des Menschseins“ steht am Donnerstag um 20 Uhr und am Sonnabend um 22.30 Uhr auf dem Programm. Der Spielclub der 16 bis 79-Jährigen hat die Produktion nach Textausschnitten von Georg Büchner entwickelt. Ein Kurs Darstellendes Spiel des Theodor-Heuss-Gymnasiums zeigt am Freitag um 18 Uhr „ich bin nach deutsch jagen“, ein Stück nach biografischen Zeugnissen von Zwangsarbeitern. Die DT-Produktion „Frederick“ nach dem gleichnamigen Kinderbuch läuft am Sonntag um 15 Uhr und täglich zu unterschiedlichen Zeiten „Spring Awakening“ im Großen Haus. Kartentelefon: 05 51 / 49 69 300.

Die Grundstruktur der Geschichte: Alle Kinder bekommen jenes Geschenk, das auf den farbigen Bildtafeln zu sehen ist (die die Kinder auch selbst gestaltet haben). Doch die meisten sind damit unglücklich. „Was soll ich mit einem Staubsauger, der alles dreckig macht?“ „Was soll ich mit der Tasche, die nicht zu meinen anderen Sachen passt?“

Die Lösung ist einfach, aber wirkungsvoll. Wer will, tauscht mit einem anderen Kind, bis alle sehr zufrieden sind mit Hund, Katze, Drachen oder Schmetterling.

Die Abläufe sitzen

Erstaunlich konzentriert gehen die kleinen Akteure zu Werke. Die Abläufe sitzen. Ein einziges Mal schiebt Michel-Frei den Ablauf der Geschichte etwas an, kein Problem.

Ein gutes Maß zwischen einem Rahmen, der das Geschehen übersichtlich hält, und dem nötigen Freiraum für das Spielerische haben die Regisseurinnen gefunden. Die Kinder haben sichtlich Spaß an dem, was sie auf der Bühne treiben.

Verdienter Applaus

Als das vorbereitete Stück dann zu Ende ist und sich das Ensemble den verdienten Applaus von den Eltern und anderen Verwandten im Zuschauerraum abgeholt haben, werden eben diese in eine freiere Variante des Spiels einbezogen, so sie denn Lust haben. Sie ziehen farbige Zettel und schließen sich den bereits bestehenden Gruppen an. Unauffällig zwischen die Akteure hat sich DT-Schauspieler Moritz Schulz gemischt. Er flattert voller Spielfreude als Schmetterling über die Bühne. Eine Eiseskälte bringt ihn und seine Artgenossen zu Tode. Doch gut, dass es den Trank gibt, der Tote wieder zum Leben erweckt. Den darf auch Schauspieler Paul Wenning kosten. Der sitzt fast unerkannt in der letzten Reihe und wird von einem Tier gebissen.l Der Trank lässt die Schmerzen flugs verschwinden.

Von Peter Krüger-Lenz

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