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Regional Start der sechsten Hann. Mündener Denkmalkunst
Nachrichten Kultur Regional Start der sechsten Hann. Mündener Denkmalkunst
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19:11 27.09.2019
Die Sandkünstlerin Anne Löper aus Witzenhausen wird sich der Denkmalkunst über ihre eigene künstlerische Form nähern. Am Freitag gab sie Einblick in ihr Schaffen. Quelle: Markus_Hartwig
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Hann. Münden

Über 100 internationale Künstler werden ab Sonnabend für neun Tage Denkmäler und Außenflächen der Hann. Mündender Altstadt beleben. Hinzu kommen rund 50 Abendveranstaltungen. Selbstverständlich haben sich Harald Wegener, Bürgermeister Hann. Mündens und Schirmherr sowie Folkert Groeneveld, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank in Südniedersachsen eG – als Repräsentant des Festival-Premiumpartners – es sich nicht nehmen lassen, einleitende Grußworte zu dem Festival zu sprechen, das in diesem Jahr erstmalig von einem eigens gegründeten Verein geleitet wird.

Harald Wegener sprach von Auseinandersetzung von Kunst im Stadtbild und kündigte an, die schönste Installation mit einem Preis zu belohnen. Folkert Groeneveld hob zudem das „bürgerliche Initiativvermögen“ sowie den „gemeinsamen Geist unterschiedlicher Initiativen“ hervor, die das Festival erst ermöglicht hätten. Im Mittelpunkt allerdings stand die Rede von Dr. Sabine Schormann. Die Generaldirektorin der Documenta Kassel sieht in „DenkmalKunst – KunstDenkmal“ einen Dreiklang aus Denkmal, Kunst und Engagement dem es gelinge, ein Verantwortungsgefühl für Gebäude und die Gemeinschaft zu wecken.

Ausstellungsorte öffnen Sonnabend um 11 Uhr

Musikalisch wurde die Eröffnungsveranstaltung begleitet von „Absolut unplugged“. Außerdem war Anne Löper aus Witzenhausen mit einem Auftritt dabei. Die Sandkünstlerin, die vielen „DKKDlern“ bereits von der Eröffnung in Osterode 2017 bekannt ist, wird sich der Denkmalkunst über ihre eigene künstlerische Form nähern. Am Folgetag, Sonnabend, 28. September, öffnen die Ausstellungsorte. Start ist an allen Denkmälern um 11 Uhr.

Altbauten aus Dornröschenschlaf wecken

Das Festival DenkmalKunst-KunstDenkmal wurde 2007 erstmalig durch Uta von Schenck und Bernd Demandt in Hann. Münden ausgerichtet. Ihre Vision war, wunderschöne, leerstehende Gebäude in der Mündener Altstadt durch Kunst so in Szene zu setzen, dass sie aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen. Gleichzeitig sollten sie ins Blickfeld potenzieller neuer Eigentümern geraten, um sie vor dem Verfall zu bewahren.

Künstler schaffen emotionalen Zugang

Das Konzept wurde angenommen und seitdem etwa alle zwei Jahre wiederholt. In den Folgejahren kamen die Besucher zu den Hann. Mündener DenkmalKunst – KunstDenkmal-Tagen, um Malereien, Skulpturen, Musik, Lesungen, Theater, Film, Kabarett und vieles mehr in historischem, denkmalgeschütztem Umfeld zu erleben. Ein weiterer Effekt: Im Rahmen des Festivals nutzen die ausstellenden Künstler die historischen Räume und gestalteten sie durch ihre Kunst neu, ermöglichen einen emotionalen Zugang zu den Fachwerkhäusern und schaffen so eine Symbiose.

Mit Preisen ausgezeichnet

Mittlerweile ist DenkmalKunstKunstDenkmal ein fester Bestandteil und Highlight im städtischen Veranstaltungskalender Hann. Mündens. 2009 wurde das Festival im niedersächsischen Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ ausgezeichnet. Auch im Bundeswettbewerb „Stadt bauen. Stadt leben.“ konnte das Konzept überzeugen, und hat 2012 in der Kategorie „Gemeinwohl“ gepunktet.

Von Markus Hartwig

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