Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Singen auf der Blockflöte
Nachrichten Kultur Regional Singen auf der Blockflöte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:30 27.05.2019
Lieder ohne Worte: Stefan Temmingh und Margret Köll in der Aula der Universität. Quelle: Theodoro da Silva
Anzeige
Göttingen

Zum Jubiläumsstiftungskonzert am Sonntag in der Aula der Universität lud die Stiftung den Blockflötisten Stefan Temmingh und die Harfenistin Margret Köll ein. Motto des Konzertes: Lieder ohne Worte.

Das Programm war eine Zeitreise: vom Frühbarock-Komponisten Giovanni Battista Fontana bis zu Mozart und Schubert – und mittendrin Werke von Georg Friedrich Händel. Die Werkauswahl war vom Thema des Konzertes bestimmt: Der in Südafrika geborene Flötist Stefan Temmingh wählte Kompositionen aus, die meist eine besonders singbare Melodie hatten – das Liedhafte stand im Mittelpunkt, nicht so sehr seine Virtuosität.

An der Grenze des Hörbaren

Wunderbares Beispiel gleich zu Beginn des Konzerts: Das „Si dolce è´l tormento“ von Claudio Monteverdi hat ein langsames Thema, dass der Flötist tatsächlich wie ein wortloses Lied intoniert. Ähnlich liedhaft spielt er das „Ständchen: Leise Flehen Meine Lieder“ von Franz Schubert. Der 41-Jährige phrasiert mit warmem Ton, der an die menschliche Stimme erinnert. Dieser ist leicht rau als würde man den Atem eines imaginären Sängers hören. Manchmal geht der Flötist dabei bis an die Grenze des Hörbaren. Dass er unterschiedliche Blockflöten wie Sopran, Alt oder Tenor einsetzt macht das Konzert kurzweilig.

An seiner Seite spielt Margret Köll an der Barockharfe und der Pedalharfe. Beide Musiker harmonieren großartig – genauso wie ihre Instrumentenkombination. Die Harfenistin gibt den Werken an ihren historischen Instrumenten eine transparente Begleitung, durch die die Blockflöte geradezu strahlen kann.

Händels Sinn für Melodien

Von Georg Friedrich Händel wählte Temmingh die Arie „Il Vostro Maggio“ aus Rinaldo, die „Sinfonia“ Vˋadoro Pupille“ aus Giulio Cesare in Egitto sowie das Allegro aus der Sonate F-Dur für Blockflöte und Basso continuo. Gerade in der Reduktion auf Blockflöte und Harfe spürt man, welchen besonderen Sinn für Melodien Händel hatte. Flötist und Harfenistin nehmen den Werken alle Hast, verleihen ihnen Ruhe und geben ihnen dadurch Leichtigkeit.

Harfenistin Margret Köll glänzt auch als Solistin: Den Übergang zwischen Renaissance und Frühbarock beleuchtet sie mit Werke von Caccini, Dowland und Kapsberger. Ihre Finger formen auf den Saiten perlende Töne zu einer grazilen Schönheit. Mit der Sonate Nr. 1 B-Dur des tschechischen Komponisten und Harfenvirtuosen Jean Baptiste Krumpholtz (1747-1790) erweckt sie verträumte und zauberhafte Motive zu Leben.

Besonders starken Applaus erhält die Interpretation der frühbarocken „Ciaconna“ von Giovanni Battista Spadi. Temmingh bringt die markante Melodie auf der Flöte zum Leuchten und Köll lässt an der Harfe Akkorde funkeln. Und auch die Zugabe hat es in sich: Mit einer hochvirtuosen und fröhlichen Gavotte von Arcangelo Corelli verabschieden sich die Musiker vom begeisterten Publikum. Das Jubiläumsstiftungskonzert zeigte eindrucksvoll, welche hochwertige Konzerterlebnisse die Stiftung ermöglicht.

Von Udo Hinz

Händels Oper „Rodrigo“ erzählt eine 1300 Jahre zurückliegende verworrene Geschichte um Betrug, Rache, Hass und Vergebung – noch dazu in italienischer Sprache. Da bedarf es in der Familienfassung einiger Erklärungen.

29.05.2019
Regional „Coro e Orchestra Ghislieri“ - Händel-Festspiele: Chorkonzert in Duderstadt

Am Ende gab es Standing Ovations: „Coro e Orchestra Ghislieri“ haben bei den Händel-Festspielen in Duderstadt begeistert.

26.05.2019

Bei der zweiten Auflage von Stadt Land Stuss begrüßt Lars Wätzold Sternekoch Daniel Raub. Das Publikum kann ein 8-Gänge-Menü gewinnen.

28.05.2019