„Fremdes Haus“ am Jungen Theater - Suche nach einfachen Mitteln – GT - Göttinger Tageblatt
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19:34 17.08.2011
Von Peter Krüger-Lenz
Das Regieteam: Musiker Thomas Gronau, Ausstatterin Silke Rudolph und Regisseurin Nina Mattenklotz (von links).
Das Regieteam: Musiker Thomas Gronau, Ausstatterin Silke Rudolph und Regisseurin Nina Mattenklotz (von links). Quelle: Hinzmann
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Sie ist trostlos, diese Gegend am Kanal, 1994 irgendwo in Deutschland. Jane, eine junge Frau Anfang 20, flieht vor dem Bürgerkrieg aus ihrer Heimat Mazedonien an diesen Ort, an dem Riso Mihailov lebt, eine alter Freund der Familie. Herzlich empfängt der vor 20 Jahren geflüchtete regimekritische Kommunist Jane nicht. Denn nun muss er sich der Lebenslüge stellen, die ihn, seine Ehefrau und Tochter Agnes miteinander verbindet.

Regisseurin Mattenklotz hat am Schauspielhaus Zürich inszeniert und am Staatstheater in Stuttgart. Da ist ein Engagement am JT nicht unbedingt der nächste Schritt auf der Karriereleiter. Als Kriterien, das Angebot dennoch anzunehmen, nennt die 31-Jährige „Zeit haben, beteiligt sein an der Stückentscheidung und erste vielversprechende Gespräche mit der JT-Leitung“. Und: Der Kontakt kam über den Ex-JT-Hausregisseur Alexander Krebs zustande, mit dem sie zusammen an der Hamburger Theaterakademie studiert hat. Geld für die Inszenierung spielte dabei wohl keine Rolle. Silke Rudolph, die Ausstatterin der Produktion, meint: „Ich brauche keine großen Bauten, um meine Visionen zu realisieren.“ Das korrespondiert mit der Theateridee von Mattenklotz: „Wir sind auf der Suche nach einfachen, klaren Theatermitteln.“ Die Musik für die rund 90 minütige Inszenierung schrieb Tobias Gronau.

Premiere ist am Sonnabend, 17. September, um 20 Uhr im Jungen Theater Göttingen, Hospitalstraße 6. Kartentelefon: 05 51 / 49 50 15.