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Regional Sympathische Männer, die mit Witz und Ironie vom Leben singen
Nachrichten Kultur Regional Sympathische Männer, die mit Witz und Ironie vom Leben singen
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17:09 18.09.2009
Duo „Spieltrieb“: Lennart Quiring und Philipp Kasburg.
Duo „Spieltrieb“: Lennart Quiring und Philipp Kasburg. Quelle: Vetter
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Mit bezaubernden Gitarrenklängen, witzigen Texten und ihrer sympathischen Art begeisterten die beiden jungen Männer die Gäste, die in dem etwas zu kleinen Raum gerade noch Platz fanden. Veranstaltet wurde das Konzert von dem neu gegründeten Göttinger Verein „Kreuzberg on Kul-Tour“ des ehemaligen „Café Kreuzberg“.

Die Geschichten der Lieder handeln vom Leben – meist gepaart mit einem guten Schuss Witz und Ironie. Sie erzählen von uninteressanten Seminaren an der Uni, in denen man gelangweilt sitzt und zu der einzigen Erkenntnis kommt: „Ich will doch nur die Simpsons sehen“. Und davon, dass man im Studium vieles lernt, nur nichts vom Leben. Bei einem Song über die Finanzkrise wurde das allgemein bekannte Lied „Oh, my darling“ umgetauft in „Oh, ein Darlehen“. Aber die Musiker haben auch ruhigere, nachdenkliche Songs wie „Unabhängigkeitserklärung“ im Repertoire.

Dass die beiden Liedermacher Lennart Quiring und Philipp Kasburg musikalisch etwas drauf haben, steht außer Frage. Sie haben Musik auf Lehramt studiert. Kennengelernt hatten sich Lennart und Philipp bereits im Jahr 2004 bei einem Vorspielabend an der Universität. Beide präsentierten anstelle klassischer Werke Coverversionen moderner Liedermacher – man hatte sich gefunden, „Spieltrieb“ war geboren.

Durchs Land ziehen

Das Debütalbum „Regionalexzess“ folgte ein Jahr später. 2006 erschienen das zweite Album und ein Sampler. Momentan sind sie mit ihrer dritten CD „Ohrrangement!“ unterwegs.

Nach dem Abschluss ihres Studiums Anfang des Jahres beschlossen die Liedermacher, mit ihren Gitarren im Gepäck durchs Land zu ziehen und ihr Hobby zum Beruf zu machen. Zurzeit reichen die kleinen Gagen, Spenden und CD-Einnahmen gerade, um über die Runden zu kommen. Getourt wird deshalb in einem Wohnmobil, um Übernachtungskosten zu sparen. Das Musikerleben wollen sie solange fortführen, wie es geht, in der Hoffnung sich ein Publikum zu erspielen und davon gut leben zu können. Das dürfte den beiden begabten und charmanten Musikern von „Spieltrieb“ (www.spieltriebhome.de) aber ohne Weiteres gelingen – notfalls haben sie in der Hinterhand aber ihren Universitätsabschluss.

Von Noreen Hirschfeld

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