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Regional Verträumt und tanzbar
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16:01 29.01.2019
August August spielt als Support im Nörgelbuff. Quelle: lin
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Göttingen

Sängerin und Bassistin Laura Loeters aus den Niederlanden und der in Hamburg lebende Gitarrist Gregor Sonnenberg sind das Duo „The Day“. Im Nörgelbuff faszinierten sie gemeinsam mit dem Hamburger Überraschungs-Support „August August“ mit hypnotisch wuchtigen, tanzbaren Pop-Songs.

Das Konzert, organisiert von der kleinen Göttinger Agentur Mukke-Booking, begann überraschend mit dem Hamburger Support August August. Sängerin Kathrin Ost hatte erst kürzlich ein Engagement in der Musikshow „Satisfaction“ im Jungen Theater und ist nach eigener Aussage schon immer mal um den Nörgelbuff herumgeschlichen. Freunde hatten ihr von dem legendären Club erzählt. Nun sei sie froh und aufgeregt, hier auf Einladung ihrer Freunde von The Day spielen zu dürfen.

„August August sind eine Bande“

Seit 2011 macht Ost im Duo gemeinsam mit dem Gitarristen David Ron Hirst Musik. Leo Binas begleitet sie live an den Drums. „August August sind eine Bande“ – so lautet die humorige Info im Booklet ihres von Sonnenberg produzierten Debüt-Albums „Sag Du“. In Stücken wie „Einzelkind“ oder „Glücklich aber ich“ singt Ost mit erfrischender Unbeschwertheit und heller Stimme kluge deutschsprachige Texte zu tanzbaren Beats, die Hirst mit kleinen feinen Soli an der akustischen Gitarre veredelt.

The Day sind aus Berlin angereist, wo sie am Vorabend noch einen Gig in der Berghain Kantine hatten. Göttingen ist ihre letzte Station auf der Tour. Kennengelernt haben sich die Sängerin und der aus dem Ruhrgebiet stammende Gitarrist in der „ArtEZ Academy of Music“ in Arnheim. Angefangen haben sie als Folk-Duo. Aber live klingen sie, ergänzt von Jens Golücke an den Drums, inzwischen nach sehr viel mehr. Nach zwei in Eigenregie aufgenommen EPs ist gerade bei Sinnbus ihr erster Longplayer „Midnight Parade" erschienen.

Opulentes Soundgeflecht

Mit Hilfe verschiedener technischer Geräte und Pedals schichten sie zu Sonnenbergs flirrendem E-Gitarrenspiel und Loeters klarer Stimme ihre verwobenen Klangflächen zu einem opulenten Soundgeflecht übereinander.

So werden aus den vornehmlich verträumten Ansätzen wuchtige, mit ganz viel Hall unterlegte, treibende Popsongs, wie die ins Ohr gehende Single „Grow“, die Loeters für ihre Schwester geschrieben hat oder „We Killed Our Hearts“, das in einer schlechten Phase entstanden sei und ursprünglich als Ballade gedacht war, wie die Sängerin erzählt .

„Musik, die energetisch klingt und trotzdem Intimität atmet"

Loeters beschreibt ihre Kompositionen als „Musik, die energetisch klingt und trotzdem Intimität atmet", eben Musik zum Tanzen und Träumen. Bisweilen erinnert das an Bands wie „The xx“ oder „Me And My Drummer“. Irgendwo in dem weiten musikalischen Kosmos von Indie-Dream-Pop, Shoegaze und Post-Punk ist ihre Musik zu verorten.

Aus Berlin sind sie gekommen und der gleichnamige Song ist auch ihr letztes Lied im Konzert und auf der Tour, was sie etwas wehmütig stimme, so Loeters. Den Song weiden sie in epischer Breite aus, bevor er zum Ende mit einem ausgiebigen Gitarrensolo und kleinen technischen Spielereien ausläuft.

Von Jörg Linnhoff

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