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Regional Theaterregisseur Klaus Berg gestorben
Nachrichten Kultur Regional Theaterregisseur Klaus Berg gestorben
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08:03 14.01.2019
Klaus Berg (1947-2019) Quelle: r
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Göttingen/Hohengandern

Ein Theaterstück hat Klaus Berg seine Entscheidung fürs Theater treffen lassen. Der Student der Landwirtschaft und Entomologie in Göttingen sah 1980 eine Inszenierung von Jerome Savary und wollte nur noch Theater machen. Das hat der am 27. Dezember 1947 in Wertheim am Main geborene Berg fortan als Schauspieler und Regisseur umgesetzt.

1980 gründete er die Theatergruppe Chaotika. Die kleineren Inszenierungen wie „Nibelungen“ oder „Tarzan und Jane“ kamen nicht nur in Göttingen beim Publikum gut an, sondern auch bei etlichen Tourneevorstellungen. Für „Aida oder so ähnlich“ holte Berg nicht nur 100 Mitwirkende zusammen, sondern machte mit Blaskapelle und Akrobaten die Inszenierung zum Open-Air-Spektakel auf dem Wochenmarktplatz. Selbst geschriebene Stücke wie „Die merkwürdigen Denkwürdigkeiten des Daniel Paul Schreber“ setzte Berg ebenso in Szene wie etliche Shakespeare-Stücke.

Drei Jahre JT-Intendant

Von 1993 bis 1996 war Klaus Berg Intendant des Jungen Theaters in Göttingen. Er inszenierte in dieser Zeit unter anderem „Im Viertel des Mondes“ von Guido Koster oder Kafkas „In der Strafkolonie“.

Seit 1996 arbeitete Berg als freier Regisseur. In Göttingen waren zuletzt 2013 im studentischen Theater im OP sein Stück „Dance macabre“, das sich um das Theaterleben im Warschauer Ghetto dreht auf der Basis von Tagebuchaufzeichnungen des Ghetto-Bewohners Emanuel Ringelblum, und im April 2016 wurde dort uraufgeführt „Ein Bericht für eine Akademie – Kaffka“, das Berg geschrieben hatte und inszenierte.

Nächste Premiere war in Arbeit

In diesem Jahr sollte „Grün ist die Heide“ im März Premiere haben. Berg wollte darin die Vergesslichkeit der Deutschen nach Nationalsozialismus und zweitem Weltkrieg thematisieren, die sich daran im Land des Wirtschaftswunders nicht erinnern wollten. Dazu ist es nicht gekommen: Klaus Berg, der in Hohengandern lebte, ist am 8. Januar in Göttingen gestorben.

Von Angela Brünjes

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