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Regional US-Amerikaner Eric Gales spielt Bluesrock in der Göttinger Musa
Nachrichten Kultur Regional US-Amerikaner Eric Gales spielt Bluesrock in der Göttinger Musa
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12:22 11.10.2013
„Welcome to my world“: Eric Gales singt auf seiner Gitarre. Quelle: Pförtner
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Göttingen

„Welcome to my world“ sagt der 39-Jährige vor einem seiner Stücke und legt auf der E-Gitarre los. Seine Welt klingt so: ungezügelte Improvisationen, funky

Grooves und rockige Riffs mit der Wucht des Heavy Metals. Anders als bei den derzeit angesagten Blues-Kraftprotzen Joe Bonamassa oder Popa Chubby, ist Eric Gales Spiel nicht so technikfixiert, sondern wirkt ganz natürlich.

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Mit tiefsitzender Jeans, T-Shirt und dicker Silber-Kette um den Hals lebt er auf der Gitarre spontane Ideen und Gefühle aus – und die klingen auch mal schrill, rau und gerne laut. Der treibende Bassist Eric Czar und der virtuose Schlagzeuger TC Tolliver multiplizieren die Energie des Gitarristen ins Ekstatische.

Dann der Stilwechsel: Auf einem Stuhl sitzend spielt Eric Gales akustische Gitarre und stampft laut mit dem rechten Fuß. Mit Country-Blues gedenkt der in Memphis am Rande des Blues Deltas geborene Musiker seinem Großvater, der noch mit Legenden wie Muddy Waters und Howlin’ Wolf spielte.

Zu Ende des Konzerts zelebriert Eric Gales „Purple Haze“ und „Voodoo Chile“ von Jimi Hendrix auf seine ganz persönliche Art – und ist nicht mehr zu halten. Mit brachialen Soli spielt er sich in einen wilden Rausch, springt auf der Bühne, schreit und schwitzt.

Das Publikum feiert den bestens gelaunten Sänger und Gitarristen. Seine gute Stimmung hatte einen Grund: Den ganzen Abend flirtete er mit seiner Frau, die am Bühnenrand zur Musik ihres Mannes tanzte.

Von Udo Hinz