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Regional Uraufführung im Deutschen Theater Göttingen: „Willkommen.“
Nachrichten Kultur Regional Uraufführung im Deutschen Theater Göttingen: „Willkommen.“
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19:07 20.10.2013
Sechs Freunde: Faisal Hakimi, Tomte Heer, Hella Deringer, Cäcilia Mutanda, Ania Pachura und Anara Smagulova (von links). Quelle: Winarsch
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Göttingen

Bei einem gemeinsamen Abendessen treffen sechs dieser sieben Freunde aufeinander: Sie feiern und trinken, philosophieren, singen und tanzen. Es ist ein Abend voller wechselnder Emotionen, zwischen Glück, Wut, Heimweh und Dankbarkeit. Im Laufe des Abends erzählen die Charaktere aus Ihrem Leben, von der Schönheit Ihrer Heimat, dort herrschenden Missständen und ihren Träumen.

Das Publikum wird gleich zu Beginn von der kleinen bunten Gruppe herzlich begrüßt und in Ihrer Mitte willkommen geheißen. Die Schauspieler haben keine Künstlernamen für ihre Rollen angenommen, sondern präsentieren sich den Zuschauern aus nächster Nähe und steigern die Wirkung dieses vielseitigen Stückes auch durch ihr so natürliches Spiel noch einmal ungemein.

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Hingebungsvolle Reden

Besonders Anara Smagulova aus Kasachstan, die gute Seele der Gruppe, gelingt es Ihre Freunde, wie auch das Publikum mit ihren  mitzureißen. Selbst wenn sie diese bisweilen auf Russisch vorträgt und man ihre Worte nicht versteht, so kann man ihrer Stimme und Gestik doch die Botschaft ohne weiteres entnehmen.

Für eine große Überraschung sorgte auch Cäcilia Mutanda. Eigentlich ist sie Deutsche, ihre Eltern stammen aber aus dem Kongo, so richtig hat sie ihren Platz in der Welt noch nicht finden können. In einem nachdenklichen Moment beginnt sie plötzlich zu singen – und sie singt einfach großartig: Mit Whitney Houstons Song „I Have Nothing“ beeindruckt sie das Publikum.

Viele Fragen und Denkanstöße

Die Gruppe wird komplettiert durch Hella Deringer, eine selbstbewusste Kasachin, Ania Pachura aus Polen, den stolzen Afghanen Faisal Hakimi und Tomte Heer aus Deutschland. Nur einer fehlt noch – der Freund Mehdi Zarouite. Er musste mit seinen Eltern zurück nach Marokko gehen und wird zwischenzeitlich in einer äußerst komischen Szene per Videobotschaft zugeschaltet.

„Willkommen“ stellt viele Fragen und gibt ebenso viele Denkanstöße. Am Ende ist es nicht entscheidend, von wo wir kommen, sondern dass man zufrieden ist und seine Träume verwirklicht. „Ich lebe in einem Dazwischen“, sagt Anara, „und das ist so reizvoll für mich.“

Von Tina Evers

Weitere Termine am 30. Oktober um 18 Uhr sowie am 2. (18.30 Uhr), 11. und 22. November (18 Uhr) im DT-Studio, Theaterplatz 11. Kartentelefon 05 51 / 49 69 11.

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