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Regional Veranstaltungen zu Kempowskis 90. Geburtstag
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14:35 25.04.2019
Walter Kempowski 2006 bei einer Lesung bei der LitCologne in Köln. Quelle: dpa
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Göttingen/Rostock/Hamburg

Unter dem Motto „Ich möchte Archiv werden“ widmen sich die Beiträge verschiedenen Aspekten seines Werkes – unter anderem auch dem Fundus, aus dem Kempowski für seine literarischen Texte schöpfte. Bereits zum 80. Geburtstag Walter Kempowskis fand in Rostock eine internationale Kempowski-Tagung statt. Nach zehn Jahren sei es nun Zeit für eine Bestandsaufnahme, hieß es. Themen sind neue Forschungstendenzen und wie Kempowskis Werk in der Zwischenzeit betrachtet wurde.

Kooperation mit der Universität Göttingen

Das Altonaer Theater in Hamburg bringt am Wochenende, 27./28. April, alle vier Teile einer Kempowski-Saga auf die Bühne. In der Berliner Akademie der Künste ist in Kooperation mit der Universität Göttingen am 12. und 13. September eine weitere Tagung angesetzt. Die Leitfrage lautet „Poetik der Mitte?“

Auch in Nartum bei Bremen, wo der Schriftsteller viele Jahrzehnte lebte und arbeitete, gibt es Planungen. „Am 20. September feiern wir gemeinsam mit dem Literaturfest Niedersachsen“, so Katrin Möller-Funck, Geschäftsführerin der Kempowski-Stiftung. Dazu wird der Schriftsteller Gerhard Henschel erwartet, der seit 1984 im persönlichen Austausch mit Kempowski gestanden hat.

Sohn eines Schiffsmaklers und Reeders

Als „Chronist des Bürgertums“ zählte Kempowski zu den am meisten gelesenen deutschen Gegenwartsautoren. Geboren wurde er 1929 als Sohn eines Schiffsmaklers und Reeders. In den 1950er-Jahren studierte er in Göttingen. Den literarischen Durchbruch feierte er 1971 mit „Tadellöser & Wolff: Ein bürgerlicher Roman“. Der Titel stand schon wenig später auf der Bestsellerliste des „Spiegel“, wurde verfilmt und mehr als 500 000 Mal verkauft. Eine ganze Generation übernahm die scheinbar unbeschwerten Sprüche der Tadellöser. „Ansage mir frisch“, „Kinder, wie isses nun bloß möglich“ und „gut dem Dinge“ wurden zu geflügelten Wörtern.

Walter Kempowski als Student im Jahr 1956 in Göttingen Quelle: R

Literaturwerkstätten und Sommerclubs für Kinder brachten Scharen von Literatur-Interessierten in sein ländliches „Haus Kreienhoop“. Ein Schlaganfall Ende 1991 konnte Kempowski in seiner Schaffenskraft kaum zurückwerfen. Am 5. Oktober 2007 starb er an Darmkrebs. Bis dahin erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das Große Bundesverdienstkreuz, den Hörspielpreis der Kriegsblinden und 2005 den internationalen „Corine“-Buchpreis 2005.

Von epd

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