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Regional „Viele Möglichkeiten zum Spiel mit Identitäten“
Nachrichten Kultur Regional „Viele Möglichkeiten zum Spiel mit Identitäten“
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19:33 18.09.2012
Von Peter Krüger-Lenz
Bei den Proben: Marie-Kristien Heger (l.) und Paula Hans.
Bei den Proben: Marie-Kristien Heger (l.) und Paula Hans. Quelle: Winarsch
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Göttingen

Viele Shakespeare-Dramen hat Zurmühle schon inszeniert. Doch dies sei erst seine zweite Komödie, sagt Dramaturgin Anna Gerhards. Und sie verweist darauf, dass der Stoff perfekt zum Spielzeitmotto passe: „Bleibt alles anders“. Denn in dem Stück geht es unter anderem um Rollentausch. Gebhards: „Es birgt viele Möglichkeiten zum Spiel mit Identitäten.“

Shakespeare hat eine Verwechslungskomödie geschrieben, in deren Mittelpunkt die junge Viola steht. Nachdem ein Schiffbruch sie an die Küste Illyriens verschlagen hat, geht sie als männlicher Page verkleidet an den Hof des Herzog Orsino. Der schickt sie mit einem heiklen Auftrag los. Sie soll für den Herzog um die Gunst von Gräfin Olivia werben – Ausgangspunkt für ein fröhliches Verwirrspiel. Denn alle verlieben sich erst mal in den Falschen. Um diese Kerngeschichte herum lässt Shakespeare Randfiguren auftreten, die dennoch ein starkes Eigenleben besitzen: adelige Trunkenbolde, einen eitlen Haushofmeister, ein pfiffiges Kammermädchen und einen weisen Narren.

Mit vielen jungen Schauspielern hat Zurmühle die Inszenierung besetzt. Denn in Illyrien tummelt sich vor allem eine junge Gesellschaft. Und die sei „eigentlich schon einen Schritt weiter als wir“, erklärt er. „Dort gibt es keine Armee und keine sozialen Probleme.“ Gegen die wenigen Alten, die noch dort sind, begehren allerdings auch die Illyrianer auf. Es gehe um Aufbruch, meint Zurmühle. Und um die Frage: „Wie machen wir es?“

Premiere ist am Sonnabend, 22. September, um 19.45 Uhr im Deutschen Theater Göttingen, Theaterplatz 11. Kartentelefon: 05 51 / 49 69 11.