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Regional Vier Stimmen und eine gute Portion Humor
Nachrichten Kultur Regional Vier Stimmen und eine gute Portion Humor
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19:46 13.11.2011
Präsentieren humorvolle A-cappella-Songs: Maybebop. Quelle: Vetter
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Die Jungs bieten eine Bandbreite an humorvollen A-cappella-Songs, mal mehrstimmig, mal als Solopart eines Mitglieds, während die anderen die Hintergrundmusik nur mit ihren Stimmen erzeugen. Die Tanzperformance ist bewusst amateurhaft und oft ein zusätzlicher Lacher. Die Sänger haben definitiv Spaß auf der Bühne und übertragen dies auch auf das Publikum, das bei jeder Aufforderung freudig mitklatscht und mitsingt.

Lukas, die Beatbox und der Produzent der Truppe, bringt mit seiner sanften Tenorstimme und Textzeilen wie „Ich bin kein Mann für eine Nacht“ oder „Es geht um Kuscheln, Sex und Händchenhalten“ wahrscheinlich einige Frauenherzen zum Dahinschmelzen.

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Der Charmingboy Jan sorgt mit dem Song „Fpaniff“ (Spanisch) für viele Lacher. Er singt davon, wie ein Manager sein Gelispel vermarktet und ihn zu einem bekannten „spanischen“ Musiker macht: „Denn komm ich den Leuten fpaniff vor und fülle grofe Hallen, gerade Frauen in den Fünffigern, denen tu ich fehr gefallen.“

Bei einer bandeigenen Interpretation von „Es war ein König in Thule“, bringt Sebastian mit seiner tiefen Bassstimme die Reihen fast zum Vibrieren. Mittlerweile legendär ist die Rammstein-Version von „Mein kleiner grüner Kaktus“, bei der die anderen drei Sänger die düstere Hintergrundmusik zu Sebastians dunkler Stimme erzeugen.

Oliver, der Bariton und Gründungsmitglied, erzählt in dem witzigen Song „Panzerfahrn“, dass er nur den Frauen zuliebe Zivildienst gemacht habe, aber eigentlich Panzer fahren wollte und sich so manchen makabren Spaß erlaubte: „Ab und zu beim Essen Ausfahr’n, habe ich was ins Essen getan. Danach wurde ich Sanitäter und kam oftmals etwas später.“

Seit 2003 ist die Band in dieser Besetzung unterwegs. Auf ihrer momentanen Tour durch die deutschen Hallen präsentiert sie ihr aktuelles Album „Extrem nah dran“.

Besondere Highlights der Liveshow sind die Spiele mit dem Publikum. So werden zwei Zuschauer zu einem unterhaltsamen Volkslied-Ratespiel auf die Bühne gebeten. Beeindruckend sind auch die spontan improvisierten Lieder, die Oliver zum Besten gibt. Aus vier bis fünf Wörtern, die das Publikum vorgibt, zimmert er spontan einen Song.

Insgesamt bieten die talentierten jungen Männer mit ihren schönen Stimmen einen amüsanten Abend, der vom Publikum mit Standing Ovations belohnt wird.

Von Noreen Hirschfeld