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Regional Seven Up erstmals in der Göttinger Lokhalle
Nachrichten Kultur Regional Seven Up erstmals in der Göttinger Lokhalle
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17:00 28.08.2018
Weihnachtskonzert von Seven Up in der Stadthalle. Quelle: Arne Bänsch
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Göttingen

Die Stadthalle war in aller Regel schnell ausverkauft, wenn Seven Up ihre Weihnachtskonzerte ankündigte – auch zwei Konzerte an aufeinanderfolgenden Tagen. Jetzt also der Sprung in die deutlich größere Lokhalle. Die Bühne in der Halle hinter dem Bahnhof wird Seven Up auf jeden Fall füllen: Die Göttinger Stadtkantorei mit bis zu 100 Sängern ist diesmal dabei.

Ebenfalls zugesagt hat der Sänger Edo Zanki. Vor mehr als 30 Jahren brachte Zanki die erste deutschsprachige Soulplatte auf den Markt. Er schrieb Lieder für Ulla Meinecke, Herbert Grönemeyer, Anne Haigis, Ina Deter und viele andere Sterne am deutschen Musikhimmel.

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Deutscher HipHop

Ende der 1990er-Jahre ändert Zanki seinen Stil. Jetzt interessiert er sich für deutschen HipHop. Er arbeitet zusammen Sabrina Setlur und Xavier Naidoo. Maßgeblich ist er an der Produktion des ersten Albums der Söhne Mannheims beteiligt.

2001 bringt Zanki wieder ein eigens Album heraus. Als Gäste sind Sasha , Naidoo und Till Brönner dabei. Im Anschluss gerät Zanki ins Schlingern, er nimmt sich eine Auszeit. Doch schon bald überzeugt ihn Andre Heller, für seine CD „Ruf und Echo“ zu komponieren und zu produzieren. Die Zusammenarbeit ist offensichtlich fruchtbar und wird fortgesetzt. Zanki plant mit Heller die Show „Afrika! Afrika!“ und wird ihr Musical Director.

Eng dem Soul verhaftet

Bis heute hat Zanki einige Alben herausgebracht, alle eng dem Soul verhaftet, vermischt mit Pop und Rock. Als Gastsänger steht er gemeinsam mit Größen wie Joo Kraus, Rüdiger Baldauf, Nils Landgren und Ak Van Roojen auf der Bühne. Heute meint er: „Schön, dass ich so viele musikalische Dinge tun durfte in meinem Leben, aber alles dreht sich um den intimen Zugang zur Musik, den ich als Sänger und Interpret gefunden habe.“ Und jetzt tritt kommt der Sänger nach Göttingen, um mit Seven Up in der Lokhalle zu singen.

Vor allem die Kontakte von Seven-Up-Sängerin Christiane Eiben sind es, die solche Kooperationen ermöglichen. Eiben arbeitet häufig als Background-Sängerin unter anderem für Peter Kraus. Musiker, die sie bei solchen Tourneen trifft, lassen sich immer wieder gerne auf das Seven-Up-Abenteuer ein. So versammeln sich gestandene Profis als Band auf der Bühne für die Weihnachtskonzerte.

Ausgeklügelte mehrstimmige Arrangements

Neben Eiben gehören Heike Neumeyer, Christoph und Gregor Jess, Benjamin Stürzenhofecker und Torsten Uhlendorff zu dem Seven Up. Ausgeklügelte mehrstimmige Arrangements sind das Markenzeichen des Chores, der a cappella großen Bühnen füllt und gerne auch mit Band arbeitet. Vertrackte Stücke von Queen beispielsweise haben sie im Repertoire, dass sich vor allem aus bekannten Radiopop-Nummern speist. Bisweilen aber tauchen Nummern auf, die „keine Sau kennt“, erklärt Sänger Uhlendorff. Immer dabei: Gastmusiker oder Sänger, in diesem Jahr also Edo Zanki und die Göttinger Stadtkantorei.

Unverzichtbar auch einige Rituale, die sich über die Jahre ausgeprägt haben – ohne Kekskinder, Anverwandte und Freunde der Beteiligten, kein weihnachtliches Konzert. Meistens steht ein Schwein auf der Bühne, warum, ist über die Jahre ein wenig in Vergessenheit geraten. Und jedes singende Mitglied der Formation bekommt eine Solonummer, von einigen weniger geliebt, von anderen sehnlichst erwartet.

Von Peter Krüger-Lenz