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Regional Seven Up kehren zu ihren Wurzeln zurück
Nachrichten Kultur Regional Seven Up kehren zu ihren Wurzeln zurück
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14:00 08.12.2019
Mit Spass und weihnachtlicher Stimmung in Wohnzimmeratmosphäre: Seven Up Quelle: Jörg Linnhoff
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Göttingen

„Back to the roots“ lautete das Credo des ursprünglich als reine A-capella-Band gestarteten Sextetts Seven Up für ihre diesjährigen Weihnachtskonzerte. Nach zwei großen Shows in der Lokhalle wollten sie wieder etwas kleiner werden und näher ans Publikum rücken, ohne an Qualität zu verlieren, erzählte Christiane Eiben vor der Generalprobe. Mit der Aula der Waldorfschule hätten sie dafür die ideale Location gefunden. Alle drei Konzerte waren ausverkauft.

Im Eingangsbereich wurden Kekse gereicht und Schüler der Waldorfschule verkauften Getränke. Es herrscht großes Gedränge und eine spürbare Vorfreude auf den Abend unter den Besuchern. Die Bühne in der Aula war in feierlich stimmungsvolles Licht getaucht und strahlte mit alten Sesseln, Stehlampen, einem künstlichen Kamin und vielen anderen weihnachtlichen Accessoires eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre aus.

Sextett mit Unterstützung

Seven Up das sind neben Eiben noch Heike Neumeyer, Christoph und Gregor Jess, Benjamin Stürzenhofecker sowie Torsten Uhlendorff. Unterstützt wurden sie von den langjährigen Musikerfreunden Jens Wrede am Bass, Markus Gahlen, Gitarre und Gesang sowie erstmalig dem Göttinger Multiinstrumentalisten Tom Dyba am Schlagzeug und Akkordeon.

Nur zur Cajon-Begleitung kam das Sextett auf die Bühne, um feierlich Eras „Ameno Domine“ anzustimmen, gefolgt von Rihannas „Fourty Five Seconds“ und dem adventlichen Choral „Es kommt ein Schiff geladen“. Zu der eindringlichen Version von Coldplays „Fix You“ stieg die Band mit ein und erste Gänsehautmomente kamen auf.

Bilder vom Konzert:

Seven Up haben ihre Weihnachtskonzerte 2019 in der Aula der Waldorf-Schule in Göttingen gespielt.

Tradition sei es, dass sie jeweils ein Solo singen, so Uhlendorff. Zu Grateful Deads „Black Muddy River“ in der Fassung von Bruce Hornsby begleitete er sich am Klavier. Ihm nach machte es Gregor Jess, obwohl er gar nicht Klavier spielen könne und erntete für das bewegend vorgetragene „Moments“ donnernden Applaus. Den gab es auch, als sich das Sextett A-capella mit großer Sangeskunst in einem Queen-Potpourri zurück zu seinen Wurzeln begab, bevor auch die Besucher in „Süßer die Glocken nie klingen“ zu einem beachtlich wohlklingenden Chor wuchsen.

Höhepunkte wie die „Weltpremiere“ des von Gregor Jess komponierten Lieds „Schmetterling“ in blauem Licht zu kalter Winternacht mit Gruselfaktor streuten sie im Laufe des Abends reichlich aus und faszinierten dabei mit wechselnden Solostimmen oder im Satzgesang. Zu ihrer Jazzversion von „Let it snow“ ließen es die traditionellen „Kekskinder“ schneien, die, wie Eiben schmunzelnd anfügte, mit ihnen inzwischen zu Keksteenies gewachsen seien.

Humorvolle Versteigerung

Sehr intim zu Gahlens Gitarrenbegleitung kam Eibens Solointerpretation von „Smile/I Smile“ in der Version der amerikanischen Sängerin Sara Niemietz. Auch das von Neumeyer „zum mitgospeln“ gesungene „Shine“ hat Niemietz interpretiert. Mit „Veni Veni Emanuel“ tauchten sie in das 18. Jahrhundert ab, um anschließend groovig mit Marc Cohns „29 Ways“ wieder in der Jetztzeit aufzutauchen. Nach einer kleinen humorvollen Versteigerung alter Weihnachtsdeko aus ihrem Keller mit Auktionator Christoph Jess feierten sie zu Seals „Crazy“ eine rauschende Abschlussparty auf der Bühne, bevor Christoph Jess die Besucher solo mit Reinhard Meys „Gute Nacht Freunde“ verabschiedete.

Seven Up verzauberten ihr Publikum erneut mit feinen Überraschungen und abwechslungsreichem Liedgut. Langanhaltender, stehender Applaus begleitete das Sextett bei seinem traditionellen Gang ins Publikum zu Neil Youngs „After The Goldrush“. Und sie versprachen wiederzukommen in ihr neuentdecktes Wohnzimmer.

Wer sind Seven Up?

Als reine A-capella Band 1992 gegründet setzt sich das Göttinger Sextett Seven Up aus Christiane Eiben, Heike Neumeyer, Benjamin Stürzenhofecker, Torsten Uhlendorff sowie den Brüdern Christoph und Gregor Jess zusammen. Zu sechsstimmigem Satz- oder Sologesang interpretieren ihre ganz eigenen Versionen bekannter Pop-Songs. Dabei lassen sie sich je nach Veranstaltung auch von befreundeten Musikern unterstützen. Seit vielen Jahren traditionell sind ihre jährlichen Weihnachtskonzerte, die sie vom Alten Rathaus, über die Stadt- und Lokhalle bis hin zur Aula der Waldorfschule Göttingen geführt haben.

Weitere Informationen unter www.sevenup.de 

 

Von Jörg Linhoff

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