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Regional What a feeling: Flashdance-„Traumpaar“ vor der Kirche Gandersheim
Nachrichten Kultur Regional What a feeling: Flashdance-„Traumpaar“ vor der Kirche Gandersheim
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18:10 03.02.2020
Sarah Kornfeld spielt bei den Domfestspielen Alex Owens – Protagonistin in „Flashdance“. Quelle: Wagner
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Bad Gandersheim

Das Musical „Flashdance“ feiert am 10. Juli Premiere bei den Gandersheimer Domfestspielen. Die Festivalleitung hat der Bühnenadaption des Kinohits der 80er-Jahre jetzt ein Gesicht gegeben – genauer zwei Gesichter: „Das Traumpaar ist gefunden“, teilt die Pressestelle mit: „Sarah Kornfeld und Tim Müller haben für die Hauptrollen in dem Kultstück zugesagt.“

„What a feeling“ oder „Maniac“ sind zwei „der Topsongs, die im Sommer vor der Stiftskirche erklingen werden“, so Frank Bertram von der Pressestelle der Festspiele. Regisseur ist Marc Bollmeyer, der schon mehrere Musicals bei den Domfestspielen choreografiert habe – im vergangenen Jahr „das umjubelte ,Hair’“, mit Tim Müller als „Berger“, der in seinem Festspielpremierenjahr zum Publikumsliebling avanciert sei. Bollmeyer sei nach der Audition für den kommenden Sommer begeistert gewesen: „Es gab zwei absolute Highlights, die für Gänsehautmomente gesorgt haben.“ Die 62. Spielzeit der Gandersheimer Domfestspiele dauert vom 21. Juni bis zum 16. August – nach der Premiere am Freitag wird das Musical „Flashdance“ weitere 17 Mal zu sehen sein, auch am Abschluss-Sonntag.

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Kornfeld aus mehr als 450 Bewerberinnen ausgewählt

„Ich weiß gar nicht, wie ich meine Freude in Worte fassen soll“, habe Kornfeld ihr Engagement kommentiert. Die Österreicherin habe ihr Musicalstudium 2013 in Wien mit Auszeichnung abgeschlossen, seitdem erste Musicalerfahrungen gesammelt, so Bertram. Die junge Darstellerin sei bei der Gandersheimer Audition, „die zum ersten Mal im neuen Probenzentrum der Gandersheimer Domfestspiele abgehalten wurde“, aus mehr als 450 Bewerberinnen ausgewählt worden.

„Es ist mir die größte Freude und Ehre, die Rolle der Alex Owens bei den Gandersheimer Domfestspielen im Sommer 2020 spielen zu dürfen“, habe Kornfeld gesagt – frei mit den Worten aus „Flashdance“ übersetzt, so Betram: „What a feeling!

Tim Müller alias Nick Hurley: Vorfreude auf den Domfestspiel-Sommer

„Es geht nicht nur ein kleiner, sondern ganz großer Traum für mich Erfüllung“, habe Tim Müller gesagt. Er kehre als Nick in „Flashdance“ auf die Bühne der Gandersheimer Domfestspiele zurück – und freue sich nach seinem Debüt im vergangenen Jahr schon jetzt auf den kommenden Sommer. „Ich wünsche mir, dass ich wieder in so viele strahlende Gesichter blicken werde, wenn ich nach der Vorstellung über den Platz gehe.“

Tim Müller spielt bei den Domfestspielen Nick Hurley – Protagonist in Protagonist in „Flashdance“ Quelle: Lormis

Die Zusammenarbeit mit Marc Bollmeyer (Regie/Choreografie) und Patricia Martin (musikalische Leitung) habe ihn sehr bereichert und vorangebracht. „Flashdance“ ist für den Musicaldarsteller Premiere. „Das ist aufregend, es gibt so viel zu entdecken und erfahren. Die Musik geht direkt ins Blut, und so sehr ich es auch versuche, sobald sie läuft, kann ich nicht mehr stillhalten.“

Regisseur: „Man braucht Kondition und viel Tanz- und Spielfreude“

„Die Qualität bei der Audition war sehr gut“, habe Bollmeyer betont. Das Musical „Flashdance“ sei aus tänzerischer Sicht „sehr dynamisch und athletisch“, so der Regisseur. „Man braucht Kondition und viel Tanz- und Spielfreude.“ Bei den Songs wollen sich die Gandersheimer Domfestspiele an den originalen Popsongs wie „Maniac“ oder „What a feeling“ messen lassen, so Bertram. „Die haben die Leute einfach im Ohr“, sagt der Regisseur. „Daher haben wir tolle Allrounder gesucht, die stark tanzen, aber auch exzellent singen können.“

Tickets sind erhältlich in den Geschäftsstellen des Göttinger (Wiesenstraße 1) und des Eichsfelder Tageblatts, Marktstraße 9 in Duderstadt.

Lesen Sie mehr über die Gandersheimer Domfestspiele im Tageblatt.

Von der Schweißerin zur Vortänzerin

Das berühmte 80er-Jahre-Musical „Flashdance“ wird bei den Gandersheimer Domfestspielen erstmals am 10. Juli aufgeführt. Es basiert auf dem gleichnamigen Film von Paramount Pictures. Mit den bekannten Songs „What a Feeling“, „Maniac“ oder „I love Rock ’n’ Roll“ „heizen die Darsteller um die Hauptfigur Alex Owens ihrem Publikum ein“, so Frank Betram von der Festspiel-Pressestelle. „In einem rasanten Tanzmusical wird die Geschichte eines Mädchens aus der Mittelschicht erzählt.“ Die junge Frau würde zu gerne professionelle Tanzkarriere machen. Tagsüber geht sie ihrer schweren Arbeit als Schweißerin in der amerikanischen Stahlindustrie nach, nachts tanzt sie in schäbigen Bars. Der Kultfilm um Tanz, unerfüllte Liebe und Sehnsucht ging in die Geschichte der Pop-Kultur ein. Der Titelsong „What a Feeling“ wurde mit dem Oscar ausgezeichnet – und „der unvergessliche Soundtrack mit dem Grammy Award“, so die Pressestelle.

Von Stefan Kirchhoff