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Regional Zehnter Bundesvision-Song-Contest in Göttinger Lokhalle
Nachrichten Kultur Regional Zehnter Bundesvision-Song-Contest in Göttinger Lokhalle
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20:47 21.09.2014
Großes Finale des zehnten Bundesvision-Song-Contests in der Lokhalle: Revolverheld feiern mit Stefan Raab und anderen Künstlern ihren Gewinnertitel „Lass uns gehen“. Quelle: Heller
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Göttingen

Der Bundesvision-Song-Contest von Stefan Raab – dem nationalen Pendant zum Eurovision-Song-Contest – wurde am Sonnabend mit 16 Musikern und Bands, stellvertretend für die Bundesländer, aus der Lokhalle in Göttingen übertragen. Eine tolle Veranstaltung für Göttingen. Die Show kam gut über die Runden bis es zur Punktevergabe kam, die sich bis nach Mitternacht hinzog.

Die Zuschauer feuern ihre Lieblinge an. Die Radiokooperationspartner aus den einzelnen Bundesländern hatten ein Kontingent von jeweils 50 Karten. Fanbusse wurden organisiert, um entsprechend Publikum für jedes Lager in die Lokhalle zu bringen.

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Aber die Anhänger von Jupiter Jones kommen zu spät. Die vorderen Sitzplätze erhalten Zuschauer, die weit hinten auf Tribünenplätzen den Beginn der Show erwarten. Schließlich sollen eine volle Halle und begeisterte Fans im Fernsehn gut zur Geltung kommen.

Werbeblock ist Pause

Damit alles richtig läuft, „muss man schon die richtigen Worte finden“, erklärt Száraz. Manche verwechseln eine Fernsehaufzeichnung mit einem Konzert, so die Aufnahmeleiterin. Bei jedem Werbeblock im Programm ist in der Halle eine Pause. Dann sind in der Halle Ausschnitte aus alten „Raab in Gefahr“-Folgen zu sehen: Der Entertainer beim Boxkampf oder beim Wildschwein-Fang.

Wieder auf Sendung weist Raab auf die Vielfältigkeit der Künstler und Stile beim Song-Contest hin. Von „Musik-Poeten bis Musik-Proleten“ und von „guten Rappern bis zu bösen Rappern“ sei alles dabei. Auch hebt Raab hervor, dass gestandene Künstler neben Newcomern auftreten.

16 Acts, von denen die meisten einen Vertrag mit einem Major- oder einem namhaften Independent-Label haben. 16 Acts, die gut zur Hälfte in den deutschen Charts vertreten waren oder sogar noch sind. Platz eins bis acht teilen sich am Ende der Show nahezu die Chart-Musiker unter sich auf.

Auch wenn Teesy zu den unbekannteren Künstlern zählen mag. Für Raab ist er das Indiz, dass Newcomer neben gestandenen Künstlern eine gute Platzierung beim Bundesvision-Song-Contest erreichen können (3. Platz). Aber auch der junge Musiker aus Sachsen-Anhalt ist schon bei Chimperator unter Vertrag – dem Indie-Label gehört auch Cro an.

Höchste oder zweithöchste Punktzahl

Der zweite Platz geht an Jupiter Jones aus Rheinland-Pfalz, der erste an Revolverheld. Die Bremer traten mit „Lass uns gehen“ an. Einem Song der den Zuhörern aus dem Radio bekannt gewesen sein dürfte. Die Band ging als einer der Favoriten ins Rennen und erhält aus jedem Bundesland die höchste oder zweithöchste Punktzahl.

Das macht es denen schwer, die frischen Wind auf die Bühne bringen und wenig bekannt sind. Die Ingelbirds zum Beispiel – Gangster-Rap aus dem Saarland in lustig. Oder eben der barfüßige Sebastian Hackel, der Dreadlocks trägt und für Sachsen singt. Auch wenn Sierra Kidd für Niedersachsen nur auf dem 13. Platz landet, hat sich der Auftritt für den 17-Jährigen gelohnt: Sein Song 20   000 Rosen kommt an.

Die Produktionsfirma Brainpool sorgte für einen reibungsloser Ablauf der Show. Rund 200 Personen waren an der Umsetzung beteiligt. Bühnenumbauten gingen schnell. Und die 3500 Besucher des Bundesvision-Song-Contests in der Lokhalle erhielten das, was zu erwarten war: einen langen Abend mit sehr viel Stefan Raab, viel Musik, einigen Stars und wenigen Newcomern.

Von Friedrich Schmidt

Bilder des Zehnten Bundesvision-Song-Contests in der Göttinger Lokhalle mit 3500 Besuchern. ©Heller
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