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Regional Zwei Großmeister auf sechs Gitarrensaiten
Nachrichten Kultur Regional Zwei Großmeister auf sechs Gitarrensaiten
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10:28 02.11.2011
Mit eigens von Gibson entwickelter Gitarre zum Ruhm: Johnny A. Quelle: EF
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Göttingen

Johnny A., der im Jahr 2010 die „Boston Music Awards“ in der Kategorie „Blues Artist of the Year“ gewann, stammt aus Boston und startete seine Karriere in jungen Jahren als Drummer in Amateurbands, wurde dann aber schnell in den 1960er Jahren von Gitarrenbands wie „The Beatles“, „Kinks“ oder „The Hollies“ infiziert. Diese Bands setzten eine Masse Melodien in seinem Kopf frei, die er mit diesem Rhythmusinstrument nicht umsetzen konnte.

Und so wechselte der Autodidakt zur Gitarre und spielte ab Ende 1970er Jahren in eigenen Bands wie „The Streets“ oder „Hearts On Fire“, verbrachte aber die meiste Zeit als Gitarrist für andere Künstler wie Peter Wolf von der „J. Geils Band“ oder Doug Clifford, Drummer von „Creedence Clearwater Revival“.

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1998 entschloss sich Johnny A. dann, eine Solokarriere als Gitarrist zu starten. Unterstützt wird er dabei von Jesse Bastos am Bass und Chris Farr an den Drums. Das Besondere und was Johnny A. aus der Masse anderer Gitarristen heraushebt, ist seine Variabilität und Stilvielfalt auf der E-Gitarre: Seine Art beschreibt er selbst als „Chord-Melody-Style“, also wie ein Jazzer fließend Solo- und Akkordspiel zu verbinden und auch genau in diesem Genre einige kurze Zwischenstopps zu verbringen, bevor er dann ohne Probleme auf Rock und Blues umschwenkt, was seine eigentliche Natur ist. Mit diesem Arsenal an Sounds und Stilen lässt Johnny A. seine Gitarre sprechen und swingen, ohne selbst einen Ton zu singen.

Dazu musste er sich ein Modell eines renommierten Gitarrenherstellers designen lassen, um alle seine Klangvorstellungen unter einen Hut zu bekommen. Das gelang nur, weil er gleich mit seinem ersten Solo­album „Sometime Tuesday Morning“ und dem Instrumentalstück „Oh Yeah“ 1999 einen Hit landete, der ihn auf die Titelseiten amerikanischer Musikmagazine brachte. In einer Liveshow kann Johnny A. nun in seinem Stil leisere Melodien im Stil von Chet Atkins oder Les Paul produzieren, die Töne wie Jeff Beck schweben lassen, aber auch wie bei dem Stück „Jimi Jam“ wie einst Jimi Hendrix seine Gitarre aufheulen lassen.

Im Vorprogramm wird mit Jeff Aug ein weiterer bekannter Gitarrist auftreten, der sich auf der akustischen Gitarre mit perfektem Fingerpicking-Style im Bereich von Blues, Country und Rock einen Namen gemacht hat. Als Solokünstler ist Aug seit mehr als 20 Jahren unterwegs und trat mit musikalischen Größen wie Alan Holdsworth, „Soft Machine“ und Albert Lee auf. Seit mehr als zehn Jahren ist er der Tourgitarrist von Anne Clark. Seine letzte Veröffentlichung ist die CD „Living Room Sessions“ von 2009. Hier wie live zeigt Aug, wie man dem Instrument mit wieselflinken Gitarrenläufen immer wieder bemerkenswerte Klangkaskaden entlockt.

Eintrittskarten gibt es unter der Telefonnummer 05 51 / 3 84 82 62.

Von Andre de Vos