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Regional Zwei Premieren in Göttingen: Mark Zurmühles erster Goethe-Stoff
Nachrichten Kultur Regional Zwei Premieren in Göttingen: Mark Zurmühles erster Goethe-Stoff
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17:30 25.09.2013
Von Peter Krüger-Lenz
Am perfekten „Faust“-Ort: Regisseur Zurmühle, die Dramaturgen Kessler und Kuhlmann sowie der musikalische Leiter Ziepert (von links). Quelle: Vetter
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Göttingen

Das Team habe den Text nur ein bisschen gekürzt, die Produktion „folgt der Dramenchronologie. Sie ist absolut richtig“, sagt Zurmühle. Am Ende wird eine Inszenierung mit etwas mehr als vier Stunden Spielzeit stehen, „ ein Erlebnis für alle Sinne“, sagt Albrecht Ziepert, musikalischer Leiter der Produktion. Premiere ist am Sonnabend, 28. September.

Es ist Zurmühles erste Inszenierung eines Goethe-Stoffes. Jetzt ist er begeistert von dessen Weit- und Klarsicht. Auf eine große Erleichterung beim Zugang weist der Regisseur hin: die Kommentare des Göttinger Professors im Ruhestand Albrecht Schöne zu dem Werk. „Ohne das wäre es nicht gegangen.“

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Zehn Schauspieler bringen die „Faust“-Teile auf mehrere Bühnen in der Lokhalle, wobei Zurmühle einschränkt. „Armes Theater“ würden sie machen, Theater also, das nur auf wenig Bühne, Ausstattung und Kostümdetails zurückgreife.

Bereits am Freitag hat „Faustin and out“ von Elfriede Jelinek Premiere. Spielort ist das Goethe-Institut, Merkelstraße 4. Regie führt Swantje Möller. Dramaturg Henrik Kuhlmann berichtet von einem kompakten Textkörper, „aus dem man das Stück heraus meißeln muss“.

Karten gibt es unter der Telefonnummer 05 51 / 49 69 11.

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