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Regional „Menschen in Europa auf dem Weg“ im Kulturwissenschaftlichen Zentrum
Nachrichten Kultur Regional „Menschen in Europa auf dem Weg“ im Kulturwissenschaftlichen Zentrum
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21:07 27.11.2013
Immer im Dienst: Fotografin Iris Klöpper bei der Vernissage.
Immer im Dienst: Fotografin Iris Klöpper bei der Vernissage. Quelle: Heller
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Göttingen

Im Rahmen des 34. Europäischen Filmfestivals, organisiert von den Betreibern des Kinos Lumière, und in Anwesenheit der Künstlerin wurde ihre Fotoausstellung „Menschen in Europa auf dem Weg“ jetzt im Foyer des Kulturwissenschaftlichen Zentrums, Heinrich-Düker-Weg 14, eröffnet. Die Ausstellung läuft noch bis Sonnabend, 14. Dezember.

Das Ziel der Fotografien ist es, dem Betrachter das Europa zu zeigen, das im täglichen Miteinander Menschen und Kulturen vereint. „Es ist wichtig, dass wir uns als Europa gemeinsam fühlen“, sagt Klöpper. Daher zeigen ihre Fotos die unterschiedlichen Menschen, die auf diesem Kontinent zu Hause sind und ihn ausmachen.

Da ist der modisch gekleidete Mann, der mit Kopfhörern und Sonnenbrille durch die Stadt schlendert, oder eine Frau im Sommerkleid, deren Haltung verrät, dass sie sich wohl doch lieber für etwas wärmere Kleidung hätte entscheiden sollen. Ein älteres Ehepaar das einen gemütlichen Bummel durch die Stadt macht und Mütter mit ihren Kinderwagen, die durch den Park spazieren.

Bilder erzählen Geschichte

Doch zeigen die Fotos auch zwei Frauen mit Kopftuch, die einen Zebrastreifen überqueren, und einen Mann afrikanischer Herkunft, der mit vollgepackter Tasche vom Einkaufen kommt. Auch sie gehören zum heutigen Europa. Denn obwohl es Schwarzweiß-Fotografien sind, „verdeutlichen sie das bunte Durcheinander“, sagt die Fotografin.

Zudem besteht eine Verbindung zur Rahmenveranstaltung dem Europäischen Filmfestival des Lumière. Denn „trotz dessen es Standbilder sind, haben sie viel mit bewegten Bildern zu tun und erzählen eine Geschichte“, sagt Johannes Bergemann, Dekan der Philosophischen Fakultät.

Insbesondere der Anblick eines Geschäftsmannes mit Anzug und Krawatte, der mit Walking-Stöcken unterwegs ist, regt an, sich vorzustellen, wie es zu dieser sportlichen Ertüchtigung in eigenwilliger Trainingsbekleidung kam. Klöppers Fotografien benötigen mehr als nur einen Blick, um die Geschichte, die hinter den Bildern steckt, und ihre Botschaft, dass Europa sich auf dem Weg zu mehr Toleranz, Solidarität und Gerechtigkeit befindet, zu erkennen.

Die Ausstellung „Menschen in Europa auf dem Weg“ von Iris Klöpper läuft noch bis Sonnabend, 14. Dezember, im Kulturwissenschaftlichen Institut Göttingen, Heinrich-Düker-Weg 14.

Die Schau ist montags bis freitags von 7 bis 22 Uhr, sonnabends von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Christian Köpps

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