Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ im Jungen Theater
Nachrichten Kultur Regional „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ im Jungen Theater
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 14.02.2019
Sind sie wirklich auf dem Mond? Seppel und Kasperl legen den Räuber Hotzenplotz rein. Quelle: DOROTHEA HEISE
Anzeige
Göttingen

Was für eine Freude: Kasperl und Seppel stehen in der Zeitung! Sie haben den Räuber Hotzenplotz gefangen und werden dafür gebührend gefeiert. Doch die Freude währt nicht lang. Denn noch bevor die Großmutter zur Belohnung eine Schwammerlsuppe mit Klößen kochen kann, ist der Räuber schon wieder ausgebrochen. Auf den Mond schießen könnten Kasperl und Seppel ihn vor lauter Ärger. Und aus dieser Idee wächst ihr Plan mit der Mondrakete.

JT-Intendant Nico Dietrich und Christian Vilmar haben den Räuber Hotzenplotz in der Stückfassung von John von Düffel für das Junge Theater inszeniert. Von Düffels Fassung des Klassikers von Otfried Preußler hatte im November vergangenen Jahres am Schauspiel Düsseldorf Uraufführung. Entstanden ist Dietrichs und Vilmars Inszenierung für die 34. Figurentheatertage Göttingen. „Es ist keine offizielle Eröffnung der Figurentheatertage, aber die erste Veranstaltung, die darauf hinweist“, sagt Dietrich. Die beiden Theatermacher nutzen für ihr Stück die Möglichkeiten des Figurentheaters ebenso wie die des Schauspiels.

Hotzenplotz mit viel Getöse

Zunächst geht es vor dem roten Vorhang der Hauptbühne auf der Puppenbühne für die vielen kleinen Zuschauer bei der ausverkauften Premiere los. Das klassische Puppentheater ist hier ein Holzviereck. Großmutter, Polizist, Kasperl und Seppel, natürlich der Räuber spielen hier die ersten Minuten des Stücks. Die Puppen sind eine Leihgabe der Familie Scholber.

Zuerst lässt der Räuber sein Puppen-Ich hinter sich. Götz Lautenbach als Hotzenplotz mit ausdrucksstarker Holzmaske klettert unter viel Getöse aus dem Puppentheater, danach zieht der Seppel (Norman Grüß) den Kasperl (Pascal Hettler) aus der Puppenbühne heraus. Fortan schlagen sie sich auf der Hauptbühne durch den Wald. Aus Pappe, Kleister und Klebeband bauen die beiden dann ihre Mondrakete für den gefährlichsten Räuber im „Landkreis, Umkreis und Erdkreis“.

Hotzenplotz sitzt in der Mondrakete. Quelle: Heise

Vom Silber auf dem Mond sprechen sie und locken den Hotzenplotz damit in die Mondrakete und schließlich wieder ins Spritzenhaus. Und wenn es Seppel ganz am Ende fast so vorkommt als ob er fliegen könne, wechselt das Spiel wieder zur Puppe, die dann ganz wunderbar durch den Mondwald schwebt.

Pfefferpistole verstecken

Ordentlich Tempo hat diese Inszenierung, zu der Fred Kerkmann unter anderem sphärische Mondmusik und ein wehmütiges Klagelied beisteuert. Die kleinen Zuschauer bleiben die knappe Stunde begeistert dabei. Und es gibt auch reichlich Gelegenheit für die Kinder einzugreifen und zu helfen. Gerade am Anfang wie im Puppenspiel üblich, aber auch später, schließlich muss die Pfefferpistole von Hotzenplotz versteckt werden, was ein Junge aus dem Publikum nur allzu gern und sehr gewissenhaft übernimmt.

Hettler gibt einen feuereifrigen, schlauen Kasperl, Grüß ist wunderbar als etwas langsamerer und zurückhaltender Seppel, Lautenbach ein toller Räuber. Und dem jungen Premierenpublikum hat auch die Sache mit der Mondrakete sehr gefallen, es wird ausgiebig geklatscht.

Karten

Viele Vorstellungen im Februar sind schon ausverkauft. Karten gibt es noch für die 10-Uhr-Vorstellung am Dienstag, 12. Februar. Ab Sonntag, 3. März, gibt es wieder Karten. Vorstellungen sind dann unter anderem am 3., 10., und 17. März, jeweils um 15 Uhr. Karten können bestellt werden unter der Telefonnummer 0551 / 495015 oder per E-Mail unter kasse@junges-theater.de

Von Christiane Böhm

Regional Gerhard Glück, Cartoonist - Signierstunde mit Plaudereien

Der Cartoonist und Elchpreisträger Gerhard Glück ist am Sonnabend zu einer Signierstunde nach Göttingen gekommen. Zahlreiche Besucher in der „ImFlurGalerie“ ließen sich in ihre Bild-Bände eine persönliche Widmung eintragen.

10.02.2019

Ernst Kahl anlässlich seines 70. Geburtstages im Interview über „Werner beinhart“, seine Familie und das Künstlerleben auf dem Lande

10.02.2019

Was geschieht, wenn eine ungewöhnliche Vorstellungskraft auf eine stilistische Mehrfachbegabung und ziemlich schrägen Humor trifft? Es entsteht eine unglaubliche Fülle hochkomischer Bilder und Objekte. Viele davon zeigt die Frankfurter „Caricatura“ in der Ernst-Kahl-Ausstellung „Vergessene Katastrophen“ zum 70. Geburtstag des Künstlers.

10.02.2019