Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Händel-Festspiele 2017 Ein lebendiges Bild
Nachrichten Kultur Themen Händel-Festspiele Händel-Festspiele 2017 Ein lebendiges Bild
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:55 24.02.2017
Von Nadine Eckermann
Die Musiker präsentieren Stücke deutscher Barock-Komponisten in der Duderstädter Liebfrauenkirche. Quelle: Harald Wenzel
Anzeige
Duderstadt

Als Konzert solle es nicht bezeichnet werden, sagte Wolff. Denn die Vorstellung der Stücke von Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel, Johann Joachim Quantz und als Zugabe von Carl Philipp Emanuel Bach diente auch als Teil des Unterrichtsprogramms und zur Selbstreflexion der Musiker. „Il Quadro Animato“ hat sich der Alten Musik verschrieben, die bei Lorenzo Gabriele (Traversflöte), Emanuele Breda (Violine), Francesca Venturi Ferriolo (Bratsche), Isabel Walter (Gambe) und Flóra Fábri (Cembalo) allerdings so jung und frisch präsentiert wurde, wie auch die Musiker auftraten.

Das Ensemble bot ein „lebendiges Bild“ in vielschichtiger Bedeutung. Violine und Traversflöte bildeten als äußere Säulen den optischen und akustischen Rahmen, die Bratsche hielt engen Kontakt zur Violine und führte in die Tiefe des Bildes, Gambe leicht im Hintergrund und Cembalo im Vordergrund bildeten eine dritte Dimension.

Anzeige

Und auch die Auswahl der Stücke von durchweg deutschen Komponisten war keineswegs zufällig. „Die Komponisten haben sich gekannt, geschätzt und beeinflusst“, erklärte Francesca Venturi Ferriolo. Die gesamte Moderation wurde unter allen Musikern aufgeteilt. Mit Zitaten und Anekdoten über die Verbindung der Komponisten untereinander wurden diese zu gewöhnlichen Menschen, die Ungewöhnliches geschaffen haben. Der Zuhörer gewann Einblicke in Persönlichkeiten, die sich trotz aller Selbstzweifel auf das besonnen hatten, was ihrem Naturell entsprach - ihrer Musik.

Ob das in einer Woche erarbeitete Konzept für die Präsentation aufgegangen sei, fragten die Ensemble-Mitglieder nach dem Konzert. Das Publikum antwortete begeistert, lobte nicht nur die hervorragende instrumentalische Umsetzung der Quartette d-Moll und A-Dur von Telemann, des Flötenquartettes D-Dur von Quantz und der Triosonate G-Dur von Händel, sondern auch die optische und daraus resultierende akustische Besonderheit der Präsentation.